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Bewerbung

Expertentipp von Werner Obendorfer,
Diehl Ausbildungs- und Qalifizierungs-GmbH, Nürnberg


Tipps zur Bewerbung

  • Die Schülerinnen und Schüler sollten möglichst selbstständig handeln. Dazu gehört die Beschaffung von Informationen über Berufe genauso wie das Anfertigen von Bewerbungsunterlagen.

  • Die Eltern sollten den Jugendlichen - soweit möglich - Unterstützung geben - indem sie von eigenen Erfahrungen berichten oder z. B. Vorstellungsgespräche üben.

  • Die Schülerinnen und Schüler sollten die eigenen Stärken, Schwächen und Interessen mit den Anforderungsprofilen der Berufe vergleichen und ihre Eignung abwägen.

  • Die Schülerinnen und Schüler sollten zum Zeitpunkt der Berufsbasare in den Schulen so weit informiert sein, dass sie gezielt Fragen stellen können, um ihre Interessen abgleichen oder Wissenslücken schließen zu können. Wichtig ist: Die Schülerinnen und Schüler stellen selbst die Fragen - nicht die Eltern!!! Persönliches Engagement auf diesem Gebiet ist ein wichtiges Kriterium für Betriebe.

  • Die Schülerinnen und Schüler sollten sich rechtzeitig um Firmenadressen bemühen, die den Wunschberuf ausbilden (z. B. von Bekannten, aus dem Internet, der Zeitung, dem Branchenverzeichnis etc.) und nicht auf die Beratungstermine bei der Bundesagentur für Arbeit warten.

  • Die Schülerinnen und Schüler sollten sich von Beginn an zwei- oder auch mehrgleisig bewerben, d. h. einen Wunschberuf und mindestens eine Alternative haben.

  • Die Schülerinnen und Schüler sollten Schnupperpraktika machen (entweder freiwillig oder im Rahmen der schulischen Pflichtpraktika), um auf jeden Fall den Wunschberuf austesten zu können. Weitere Praktika in anderen Berufen können die Wahl bestätigen oder neugierig auf andere machen.

  • Die Schülerinnen und Schüler sollten gezielt auf das Zwischenzeugnis hinarbeiten - es wird von den meisten Betrieben verlangt.

  • Aussagekräftige Bemerkungen in den vorgelegten Zeugnissen fließen zu großen Teilen in die Entscheidungsfindung des einstellenden Betriebes mit ein.

  • Die Bewerbung sollte individuell und äußerlich ansprechend gestaltet sein. Die Schülerinnen und Schüler sollten sich selbst darstellen und in der Bewerbung konkreten Bezug auf den Betrieb nehmen.

  • Die Schülerinnen und Schüler sollten Vorkenntnisse, die sie beispielsweise durch Hobbys oder den Besuch von Kursen erworben haben, aufführen bzw. nachweisen. Gleiches gilt für Aktivitäten in Gemeinde- oder Jugendgruppen, Empfehlungen von Vereinen o. Ä.

  • Eine gute Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch ist unbedingt erforderlich. Die Schülerinnen und Schüler sollten Antworten auf die gängigsten Fragen vorbereiten.

  • Beim Vorstellungsgespräch wird auch oft nachfragt, ob sich die Schülerinnen und Schüler mit den Inhalten ihrer Wunschberufe und dem Betrieb beschäftigt haben. Oft reichen dabei Kenntnisse aus dem Inhalt der Homepage des Betriebes nicht aus.

  • Die Schülerinnen und Schüler sollten eigene Fragen vorbereiten. Bei der Beantwortung können auch Unklarheiten zum Beruf und Fragen zum Betrieb behandelt werden. Dabei sollten sich die Fragen z. B. nicht nur um die Vergütung drehen.

  • Das Vorstellungsgespräch soll helfen, die Person kennen zu lernen und von ihr zu erfahren, wie sie sich für ihre Berufswahl engagiert. Das ist schlecht möglich, wenn die Schülerinnen und Schüler keinen Gesprächsstoff bieten.


Werner Obendorfer

Diehl Ausbildungs- und Qalifizierungs - GmbH
Abt.: DAQ-E
Nürnberg


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