Damit die Qualitätstimmt
Werkstoffprüfer/Werkstoffprüferin – Schwerpunkt Metalltechnik
Wenn ein Snowboard schon bei der kleinsten Belastung in zwei Teile zerbricht, hat das Material meistens einen Fehler. Damit die Qualität stimmt und Unfälle vermieden werden, untersuchen Werkstoffprüfer zum Beispiel Metalle oder Kunststoffe auf Härte, Zugfestigkeit, Hitze- und Kältebeständigkeit usw.
Wie du also siehst, wird dieser Beruf in verschiedenen Fachrichtungen ausgebildet. Heute geht es speziell um die Fachrichtung Metall. Hier wirst du für die Vorbereitung, Durchführung und Auswertung physikalisch-technischer Untersuchungen und Versuchsreihen ausgebildet. Du untersuchst vorgegebene Materialien, vor allem metallische Halbzeuge, Werkstücke und -stoffe, auf Eigenschaften und Fehler bzw. prüfst die gleich bleibende Qualität von Produkten. Dabei wendest du verschiedene Prüfverfahren an. Zum Beispiel dehnst, drückst oder biegst du mit Hilfe von speziellen Apparaten die verschiedenen Werkstoffe. Mit Hilfe von Mikroskopen, Röntgenstrahlen oder Ultraschall schaust du dir auch Metalle von innen an, um mögliche Fehler festzustellen. Auch führst du nach einem Schadensfall Untersuchungen durch, um die mögliche Ursache dafür festzustellen.
Werkstoffprüfer arbeiten für Materialprüfämter, Forschungsinstitute, Werkstoffprüfanstalten und Werkstofflabors von Betrieben des Maschinenbaus, des Fahrzeugbaus, der Elektro- und Elektronikindustrie sowie der Eisen-, Stahl- und Nichteisenmetallerzeugung. Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet. Die Ausbildung dauert 3 ½ Jahre, bei besonderer Begabung kannst du die Lehrzeit verkürzen. Du solltest schon gute Noten in Physik und Chemie haben. Außerdem musst du interessiert am Umgang mit Technik und handwerklich geschickt sein. Zudem ist eine sorgfältige und verantwortungsbewusste Arbeitsweise wichtig.
Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist je nach Region sehr unterschiedlich, in den alten Bundesländern (also auch in Bayern) kannst du durchschnittlich etwa 750 Euro monatlich verdienen.
Weitere Informationen erhältst du bei der deiner Industrie- und Handelskammer vor Ort, außerdem bei:
Deutscher Verband für Materialforschung u. -prüfung e.V. (DVM)
Unter den Eichen 87
12205 Berlin
Fon: 0 30/8 11 30 66
Fax: 0 30/8 11 93 59
Gesamtmetall - Gesamtverband der Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie
Postfach 06 02 49
10062 Berlin
E-Mail: info@gesamtmetall.de
Internet: http://www.gesamtmetall.de
Weitere Informationen kannst du im BERUFENET, der Datenbank für Tätigkeits- und Ausbildungsbeschreibungen der Bundesagentur für Arbeit nachlesen.
Es gibt in dieser Datenbank auch eine Beschreibung aller weiteren Berufe. Hier kommst Du zur Startseite von BERUFENET.


