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Fachkraft für Möbelservice

Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice
 
Wenn wir heute in einen Beruf „einsteigen“, können wir nicht mehr davon ausgehen, dass wir für alle Zeiten an einen Ort gebunden sind. Flexibilität wird von uns verlangt. So gehören Wohnortwechsel und damit Umzüge ganzer Familien wegen eines neuen Jobs an die Tagesordnung. Menschen, die umziehen möchten oder müssen, sind oft ziemlich hilflos, wenn es um den Transport ihrer Möbel und vor allem um das Aufstellen ihrer Küche am neuen Wohnort geht. Manchmal sind es Zeitgründe, oft aber auch fehlende technische Kenntnisse und Fähigkeiten. Dies hat sich auch in unserer Welt der Berufe niedergeschlagen. Deshalb gibt es seit  dem Jahr 2006 einen ganz neu entwickelten Beruf: die Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice. Die Ausbildung zu diesem Beruf soll in den nächsten fünf Jahren erprobt werden.
 
An den beiden Lernorten anerkannter Ausbildungsbetrieb und Berufsschule lernst du drei Jahre lang. Während deiner Ausbildung wird dir vermittelt, wie man Küchen- und Möbelteile montiert und sie ab- und wieder aufbaut. Außerdem erfährst du, wie man elektrische Geräte installiert und Wasserleitungen und Lüftungsanlagen anschließt. Weitere Ausbildungsinhalte sind: Die richtige Verpackung auch von empfindlichen Stücken, wie z.B. Glas oder Porzellan. Wichtig ist zudem der richtige Transport verschiedenster Küchen und Möbelteile. Manchmal kann es auch sein, dass Möbel oder Kleinteile über längere Zeit eingelagert werden. So ein Umzug setzt eine Menge an Planung und Organisation voraus. Rechnungen und Lieferunterlagen müssen geprüft und Zahlungen entgegengenommen werden. Manche Kunden haben Reklamationen, die behandelt werden müssen.
 
Du arbeitest bei einem Unternehmen des Küchen- oder Möbelhandels sowie bei Speditionen. Dein Arbeitsort ist somit meist der Wohn- und Geschäftsbereich des Kunden, dessen Möbel du neu aufbauen oder transportieren sollst. Dass du dabei immer kundenorientiert arbeiten musst, ist eine wichtige Voraussetzung für diesen Beruf. Freundlichkeit sollte dir also kein Fremdwort sein. Eine weitere wichtige Voraussetzung sit die Bereitschaft, körperlich arbeiten zu wollen, denn du musst auch schwere Möbelstücke tragen. Sei dir bewusst, dass dies kein „Schreibtischjob“ ist und du unbedingt die Neigung zu technisch-handwerklicher Tätigkeit mitbringen musst. Weiterhin solltest du keine Abneigung gegen Lärm oder auch Staub haben, denn du musst schon auch öfter mit Werkzeugen wie Hammer oder Stichsäge umgehen. Ganz wichtig ist auch deine Bereitschaft, in einem Team zu arbeiten, denn du wirst hier kein „Einzelkämpfer“ sein.
 

Da dieser Beruf ganz neu entwickelt wurde, kann über die Verdienstmöglichkeiten hier noch keine Aussage gemacht werden. Wenn du dich dafür interessierst, kannst du dich bei deiner Industrie- und Handelskammer vor Ort darüber informieren: http://www.ihk.de/bayern.htm . Dort kannst du zum Beispiel auch erfahren, wohin du eine Bewerbung schicken kannst. Ansprechpartner im Möbelhandel findest du über den Landesverband des Bayerischen Einzelhandels e.V. – Fachgemeinschaft Möbel (München), www.lbe.de oder über den Möbel-Fachverband e.V. (Nürnberg), www.bmfv.de . Für Möbelspeditionen findest du Ansprechpartner über den Landesverband Bayerischer Spediteure (LBS) e.V. in München, www.bayerischespediteure.de . Möchtest du lieber in der Möbelindustrie arbeiten, dann wendest du dich an den Verband der Holzindustrie und Kunststoffverarbeitung Bayern-Thüringen e.V. mit Sitz in München.

 

Weitere Informationen kannst du im BERUFENET, der Datenbank für Tätigkeits- und Ausbildungsbeschreibungen der Bundesagentur für Arbeit nachlesen.
Es gibt in dieser Datenbank auch eine Beschreibung aller weiteren Berufe. Hier kommst Du zur Startseite von BERUFENET.

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