Förderschule
Das Betriebspraktikum in der Schule zur Lernförderung und im Sonderpädagogischen Förderzentrum
![]()
Die Schule zur Lernförderung und das Sonderpädagogische Förderzentrum bringen den Schülerinnen und Schülern die Arbeitswelt in ihrer Vielfalt nahe, vermitteln ihnen Einsicht in berufliche Anforderungen und machen ihnen die Notwendigkeit von arbeitsbedeutsamen und sozialen Verhaltensweisen einsichtig.
In der Schule zur Lernförderung und im Sonderpädagogischen Förderzentrum finden in der Förderstufe 4 – in den Klassen 7 bis 9 - Betriebserkundungen und Betriebspraktika nach dem Modell der Sonderpädagogischen Diagnose- und Werkstattklassen (SDW) und auf der Grundlage des Lehrplans für den Lernbereich Berufs- und Lebensorientierung (BLO) statt.
In der 7. Klasse lernen die Schülerinnen und Schüler bei Betriebserkundungen erstmals das Arbeitsleben kennen, in den 8. und 9. Klassen werden sie in Betriebspraktika konkret mit der Arbeitswelt vertraut gemacht. Dabei werden ihnen theoretische und praktische berufsbezogene Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt, um sie zur Berufswahlreife zu führen. Den Schulabgängern soll auf diese Weise eine richtige Berufswahlentscheidung ermöglicht werden.
Betriebspraktika sind unverzichtbar, da sie die Möglichkeit bieten, die Berufs- und Arbeitswelt unmittelbar kennen zu lernen und sich mit ihr auseinanderzusetzen. Dadurch wird ein zeitgemäßes Verständnis der Arbeitswelt sowie technischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Zusammenhänge gefördert. Betriebspraktika tragen dazu bei, dass Schülerinnen und Schüler ihre Eignung für bestimmte Tätigkeiten zutreffender einschätzen, ihre beruflichen Neigungen feststellen und ihre Berufsvorstellungen vertiefen, aber auch korrigieren können. Ein Betriebspraktikum erleichtert den Zugang zu einem angemessenen Ausbildungsplatz. Ziel ist es, nach einer soliden Berufsvorbereitung und -ausbildung die berufliche Integration in die Wege zu leiten.
Voraussetzung für die Wirksamkeit von Betriebspraktika ist eine intensive Zusammenarbeit von Sonderschullehrern und Fachlehrern mit den Ausbildern in den Betrieben, sowie mit dem Berufsberater, den Eltern und den Schülerinnen und Schülern. Gemeinsam wird durch eine überlegte Vor- und Nachbereitung der Praktika deren Erfolg gesichert. Zur Betreuung während des Praktikums führen Sonderschullehrer und Fachlehrer Besuche in den Praktikumsbetrieben durch.
Für Schüler und Schülerinnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf werden sowohl Tagespraktika als auch Wochenpraktika angeboten. Praktikumsbetriebe werden in der Regel so gewählt, dass sie vom Wohnsitz aus zumutbar erreicht werden können. Falls das regionale Ausbildungsplatzangebot von Jugendlichen größere Mobilität verlangt, können auch Praktikumsplätze, die den Einzugsbereich der Schule überschreiten, genutzt werden. Voraussetzung ist, dass die schulische Betreuung sichergestellt werden kann.
Die Sonderschullehrer stimmen mit den Praktikumsbetrieben die organisatorische Durchführung des Praktikums ab. Während des Praktikums sind die Schülerinnen und Schüler nicht Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer des Betriebs. Deshalb erhalten sie auch keine Vergütung. Sie unterliegen in dieser Zeit dem Weisungsrecht des Betriebspersonals. Praktika sind nur im Rahmen des Jugendarbeitsschutzgesetzes zulässig. Die Einhaltung der für den einzelnen Praktikumsbetrieb geltenden Vorschriften zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz obliegt dem jeweiligen Betrieb. Er stellt fest, welche Arbeitsschutzanforderungen gelten und in welchen Betriebsbereichen die Praktikantinnen und Praktikanten nicht tätig werden dürfen. Soweit gesetzliche Gründe es erforderlich machen, sind dem Betrieb Gesundheitszeugnisse vorzulegen. In Zweifelsfällen erteilen die Gesundheitsämter Auskunft. Über Fragen des Arbeitsschutzes informieren die zuständigen staatlichen Ämter für Arbeitsschutz.
Mitarbeiter der Leitfäden und Ratgeber für die Förderschule
Leitung des Arbeitskreises „online-börse“:
Alfons Schweiggert, München
Mitglieder des Arbeitskreises „online-börse“:
Steffen Blank, Sibylle Böhm, Ulrich Houter, Heinz Katzer, Gerhard Köppl, Gabriele Mayer, Marianne Mayer, Wolfgang Oppmann, Werner Paul, Claudia Stocker


