Das Praktikum
Das Betriebspraktikum an der Hauptschule –
ein kurzer Überblick
Das Betriebspraktikum wird an der Hauptschule beginnend in der 8. Jahrgangsstufe angeboten. Da die Schüler der Regelklassen die Hauptschule nach 9 Jahren verlassen und die der M-Klassen erst nach 10 Jahren, gibt es signifikante Unterschiede bezüglich der zeitlichen Einordnung der Praktika zwischen den Regelklassen und den M-Klassen. Für jede Klasse besteht jedoch die Möglichkeit, insgesamt vier Wochen für Betriebspraktika zu nutzen: Das Betriebspraktikum ist eine schulische Pflichtveranstaltung.
Das Betriebspraktikum dient nicht der Vermittlung eines Ausbildungsplatzes. Von schulischer Seite bestehen jedoch keinerlei Einwände, wenn es aufgrund des Praktikums zum Abschluss eines Ausbildungsvertrages kommen sollte.
Ein Entgelt für die Tätigkeiten der Schüler ist nicht vorgesehen; eine Ausgabenerstattung ist zulässig. Am Ende der Praktikumszeit kann eine betriebliche Bestätigung bzw. ein Zertifikat ausgestellt werden, das dem Schüler z. B. bei zukünftigen Bewerbungen hilfreich sein kann.
Die Praktikanten sollen Einblick in Arbeitsplätze bzw. -bereiche mit für den jeweiligen Beruf typischen Tätigkeiten und Anforderungen gewinnen. Wenn möglich, sollte jeder Schüler verschiedene Bereiche des Betriebes kennen lernen. Für den Erfolg des Praktikums ist die Betreuung der Praktikanten durch geeignete und verständnisvolle Mitarbeiter, die möglichst bereits Erfahrungen im Umgang mit Jugendlichen gesammelt haben, von großer Bedeutung. Grundsätzlich eignen sich zur Durchführung des Betriebspraktikums alle Betriebe, bei denen auch ausgebildet wird bzw. aufgrund der rechtlichen Voraussetzungen ausgebildet werden könnte.
In allen Phasen des Betriebspraktikums gibt die Hauptschule den Schülern die notwendige Unterstützung. Dies beginnt bei der Vorbereitung, die unter organisatorischem, methodischem und inhaltlichem Blickwinkel zu differenzieren ist. Aber auch bei der Durchführung werden die Schüler begleitet. Einerseits durch direkte Besuche der betreuenden Lehrkräfte an der Praktikumsstelle, andererseits durch schulische Arbeitsaufträge, die den Schülern die kognitive Durchdringung des Gesamtvorhabens erleichtern. Die Nachbereitung im Unterricht vertieft die gewonnenen Erkenntnisse und ermöglicht eine vergleichende Betrachtung und Bewertung.

