Bewerbungstipps
Die Bewerbung: So geht’s. Weiter.
Schon ab der Vorabgangsklasse das richtige Timing
Ein Zeitplan ist ein richtig gutes Instrument, um die Schrittfolge im Bewerbungsprozess einzuhalten. Wer die verschiedenen Etappen im zeitlich gesetzten Rahmen absolviert, strahlt neben planerischer Kompetenz auch gleich noch Ruhe und Selbstvertrauen aus. Und fühlt sich dann auch so, das strahlt nämlich auch wieder zurück. Mit unseren Tipps kommst du dieser relaxten Gemütslage schon ein großes Stück näher:
-
Du solltest auf keinen Fall versäumen, die Vorabgangsklasse in dein Bewerbungskalkül mit einzuberechnen. Denn: Mit diesem Zeugnis wirst du deine Bewerbung losschicken. Das heißt in der Konsequenz: Hier müssen die Noten schon glänzen. Auf Deutsch und Mathe schauen viele Betriebe besonders genau. Fehlerfreies Deutsch in Wort und Schrift ist so etwas wie die Visitenkarte eines guten Mitarbeiters. Und Mathematik zählt vor allem bei Berufen, in denen irgendwie gerechnet wird – und das betrifft fast jeden. Falls hier deine Schwachpunkte liegen und du merkst, dass die in der Schule nicht aufgefangen werden, ist Eigeninitiative angesagt: Such’ dir Lerngruppen oder Nachhilfe. Und sorge auch dafür, dass es im Zeugnis bei Verhalten und Mitarbeit keinen Grund zu Tadel gibt. Diese Rubriken werden von Personalern nämlich aufmerksam gelesen.
-
Ebenfalls im ersten Halbjahr des vorletzten Schuljahres solltest du schon deine ersten Bewerbungen verschicken. Gerade, wenn du bei großen Unternehmen unterkommen möchtest. Erstens wollen da wahrscheinlich viele hin und zweitens planen Konzerne langfristig. Also nicht trödeln: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.
-
Wenn du in ein kleineres Unternehmen möchtest, hast du fürs Bewerben etwas mehr Zeit. Denn solche Betriebe entscheiden manchmal erst im Frühjahr oder Frühsommer des letzten Schuljahres, ob überhaupt ausgebildet werden kann. Für genaue Informationen solltest du dein Wunschunternehmen einfach anrufen.
- Noch ein Extra-Tipp für Kontaktaufnahme, Bewerbung und erstes Gespräch: Wenn du befürchtest, dir aus Nervosität den Zugang zu deinem Traumjob zu versemmeln, dann mach doch einfach vorher woanders einen Probelauf. Für einen Job, der dir zwar auch gefiele. Aber eben nur an zweiter Stelle. Wenn du dann mit eigenen Augen gesehen hast, dass Personaler keine Köpfe abreißen, kannst du ja das wahre Wagnis angehen. Überhaupt: Wer eine bestimmte Stelle im Blick hat, die gar nicht ausgeschrieben ist, sollte dennoch ein Schreiben losschicken. Das nennt sich dann Initiativbewerbung, also eine Bewerbung an ein Unternehmen, das offiziell gar niemanden sucht. Aber wer weiß. Vielleicht ja inoffiziell. Und dann bist du dabei.
Sammeln. Sichten. Senden
Du hast mit der Schule zu tun. Du hast mit Deinen Hobbys zu tun. Ab und zu würdest du auch noch gerne deine Freunde sehen. Dennoch ist jetzt die Zeit, in der Bewerbungen losmüssen. Das geht auch. Mit ein bisschen Organisation. Zuerst einmal solltest du alle relevanten Dokumente zusammentragen.
-
Nach einem guten Schülerbetriebspraktikum könntest du um ein Bewertungsschreiben bitten, das du dann der Bewerbung beilegst.
-
Liste auf, warum du genau diesen Beruf wählst. Die gefundenen Punkte fügst du in dein Anschreiben ein. Die Aufzählung wird dir auch beim Bewerbungsgespräch gute Dienste tun. Niedergeschrieben werden die Argumente nämlich noch mehr verinnerlicht und stimmen noch mehr mit dir überein. Und diese Authentizität merkt auch ein Personaler.
- Besorge dir Bewerbungsmappenmaterial: sauberes, glattes Papier, Klemmmappen, Umschläge, Briefmarken. Ganz wichtig: Ein professionelles Foto. Bilder vom Fotografen sind ein Muss, selbst wenn sie mehr kosten, als die aus dem Automaten.
Die Bewerbung
Zu einer Bewerbung gehören mindestens drei Unterlagen:
- dein Lebenslauf
- dein Zeugnis
-
ein Anschreiben, in dem du erklärst, warum du dich für diese Ausbildung entschieden hast und was dich als geeignet auszeichnet; hier hast du das erste Mal die Gelegenheit, in deinem anvisierten Unternehmen einen guten Eindruck zu hinterlassen. Und zwar weniger mit bemühter Originalität, sondern mit einem solide durchdachten Aufbau, wohl formulierten, fehlerfreien Sätzen und einem sauberen Erscheinungsbild. Also: Gegenlesen lassen ist wichtig. Von deinen Eltern, deinem Lehrer oder auf einer Ausbildungsmesse – auch dort werden Bewerbungsmappenchecks angeboten. Damit der erste Eindruck auch wirklich eindrücklich bleibt. Und positiv.
.jpg)





