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Schülerpraktikum bei BMW

Interview mit Franz Edfelder
Ausbildungsleiter Technische Berufe BMW AG

Herr Edfelder, bei BMW dürfen Schülerinnen und Schüler Praktika zur Berufsorientierung absolvieren. Das bedeutet einigen Aufwand. Warum bieten Sie diese an?

Franz Edfelder: In der BMW Berufsausbildung am Standort München absolvieren jedes Jahr ungefähr 400 Schülerinnen und Schüler in der Zeit von Februar bis Mai ein Schülerpraktikum. Das ist sicher eine Menge Aufwand, aber auch wichtig für beide Seiten, für die Praktikanten ebenso wie für die Unternehmen. Es gibt einfach keine bessere Möglichkeit, eine Antwort auf die Frage „was soll ich werden“ zu finden als die praktische Erfahrung in einem Ausbildungsbetrieb. Der Betrieb vermittelt ja nicht nur Informationen zu bestimmten Ausbildungsberufen, sondern kann auch aufzeigen, welche Tätigkeiten nach Abschluss der Berufsausbildung ausgeführt werden. Ein Schülerpraktikum hilft also, Enttäuschungen zu vermeiden und Sicherheit bei der Berufswahl zu vermitteln.

Auszubildende, die bewusst Ihren Wunschberuf gewählt haben und mit Freude lernen, sind auch ein Gewinn für die Unternehmen, denn ein frustrierter Auszubildender ist meistens kein guter Auszubildender. Außerdem hilft das Schülerpraktikum den Unternehmen, auch in Zukunft, wenn die Schulabgänger weniger und Facharbeiter knapp werden, ausreichend Bewerber für die Ausbildung zu finden.

Franz Edfelder

 


BMW bildet auch aus. Haben Sie in der Vergangenheit schon mal zukünftige Auszubildende durch ein Schülerpraktikum kennengelernt?

Franz Edfelder: Schülerpraktikanten erhalten von uns ein Zertifikat und legen dieses Zertifikat den Bewerbungsunterlagen bei. Meistens weisen sie auch im Bewerbungsschreiben darauf hin, dass sie bei uns bereits ein Schülerpraktikum absolviert haben. Daher wissen wir, dass sich viele Bewerber auf Grund eines Schülerpraktikums bei BMW für einen bestimmten Beruf entschieden haben. Es ist sicher auch von Vorteil, wenn sich der Ausbilder bei einem Vorstellungsgespräch an einen besonders interessierten Schülerpraktikanten erinnert.

 

 

Praktika kommen beim zukünftigen Arbeitgeber gut an.
© iStockphoto.com/ Catherine Yeulet
 



Möchten Sie Schülerinnen und Schülern ein paar Tipps für ihr Praktikum mit auf den Weg geben?

Franz Edfelder: Mein Rat ist, in jedem Fall die Möglichkeit für ein Schülerpraktikum zu nutzen, wenn möglich, nicht nur in einem, sondern in mindestens zwei Berufen, am besten in verschiedenen Betrieben. Hat man einen Praktikumsplatz, sollte man ihn auch optimal nutzen, das heißt Interesse zeigen, aktiv mitarbeiten, Fragen stellen.  Geschickt ist es auch, Kontakt zu Auszubildenden aufzunehmen und sie nach ihren Erfahrungen in dem Beruf bzw. in dem Betrieb zu fragen.


Wie kann die Schule Schülerinnen und Schüler bei Praktika unterstützen?

Franz Edfelder: Wir sind der Meinung, dass an jeder Schule Lehrkräfte zur Verfügung stehen müssen, die die Schüler kompetent bei der Berufswahl unterstützen können. Dazu ist es erforderlich, dass diese Lehrkräfte wissen, worauf es in einer Berufsausbildung ankommt und auch eine Ahnung haben, wie ein Unternehmen tickt. Deshalb bin ich der Meinung, dass Betreuungslehrer an Schulen selbst in regelmäßigen Abständen ein Betriebspraktikum absolvieren sollten. Wir glauben auch, dass gerade Mädchen noch mehr motiviert werden sollten, z. B. einen technischen Beruf zu erlernen, weil dieser Bereich in Zukunft sehr gute Entwicklungschancen bietet.

 

 
Praktika sind für alle Unternehmen interessant, auch für die großen...

 


Was überzeugt Sie an sprungbrett Bayern?

Franz Edfelder: sprungbrett Bayern ist eine prima Idee, die aus einem Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT entstanden ist. Damit ist es ein Netzwerk, das nicht „aufgesetzt“ wurde, sondern von denen entwickelt wurde, die täglich mit dieser Thematik zu tun haben und die Anforderungen kennen. Ich wünsche sprungbrett Bayern, dass es in Zukunft noch intensiver genutzt wird und allen Beteiligten hilft: Handwerksbetrieben, die nicht gerade von Bewerbungen überhäuft werden, Betreuungslehrern, die nach Kontakten zu Unternehmen suchen und natürlich Schülern, die bei der Suche nach Praktikumsplätzen unterstützt werden.


Was ist Ihre zusammenfassende Meinung über das Schülerpraktikum?

Franz Edfelder: Das Schülerpraktikum ist heute an den Haupt- und Mittelschulen sowie an den Realschulen sehr gut eingeführt. Dieser Weg ist richtig und muss in Zukunft beibehalten und, wenn erforderlich, intensiviert werden. Lehrkräfte haben neben den Eltern großen Einfluss auf die Berufswahl der jungen Menschen und sollten diese Rolle in Zukunft noch stärker wahrnehmen, dazu ist aber eine zusätzlich Qualifizierung erforderlich.

 

Herr Edfelder, vielen Dank für das Interview.


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