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Schulewirtschaft

Expertentipp von Ernst Baumann,
Vorsitz von Wirtschaftsseite, Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT Bayern,
Mitglied des Vorstandes, BMW AG, München


Warum sollen sich Unternehmen für und mit Schulen engagieren? Gibt es Argumente für ein Engagement der Wirtschaft für Bildung? Diese Fragen treten immer wieder auf, wenn es um die Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft geht. Darauf kann ich mit dem Leitspruch der BMW AG antworten, der für unser gesamtes soziales Engagement gilt: "Wir tragen Verantwortung". Gerade Bildung ist eines der zentralen Themen gesellschaftlicher Verantwortung - Bildung ist von elementarer Bedeutung für die Zukunft unserer Gesellschaft. Die Wirtschaft braucht junge Menschen, die gut ausgebildet sind.

Das bezieht sich heutzutage nicht mehr nur auf Fachwissen, sondern auf verschiedene Aspekte von Bildung. Aus der Sicht eines Wirtschaftsunternehmens sollte die Schule nicht mehr nur Wissen vermitteln, nicht mehr nur das Pauken im klassischen Sinn bieten. Sondern es geht auch um Zusammenhänge, um die Fähigkeit zu Transferleistungen. Die Schule sollte fachliche Qualifikationen vermitteln, aber auch die Werteerziehung und Persönlichkeitsentwicklung der jungen Menschen berücksichtigen. Ferner sollte die Schule Grundlagen für Schlüsselqualifikationen legen, vor allem den selbstständigen Wissenserwerb und die Bereitschaft dazu fördern. Ich denke auch an Werte wie Verantwortungsbereitschaft und Teamfähigkeit.

Für diese Ansprüche und Anforderungen engagieren sich Wirtschaftsunternehmen gemeinsam mit den Schulen. Junge Menschen können schon in der Schule auf die Erfordernisse des Berufslebens vorbereitet werden und frühzeitig lernen, selbstständig die Basis für die eigene Berufstätigkeit zu legen. Dazu können die Schulen einen wichtigen Beitrag leisten.

Dafür ist ein regelmäßiger Austausch zwischen Schule und Wirtschaft wesentlich. Nur so können Informationen praxis- und zeitnah weiter gegeben werden. Seit vielen Jahren sind die regionalen Arbeitskreise SCHULEWIRTSCHAFT an der Schnittstelle zwischen Schule und Unternehmen, zwischen Bildungs- und Beschäftigungssystem tätig. Und dort, wo die Schule-Wirtschaft-Kooperation bereits gelebt wird, sind die positiven Ergebnisse dieser Zusammenarbeit täglich auf das Neue sichtbar. Vor diesem Hintergrund engagiere ich mich gerne ehrenamtlich als Vorsitzender im Landesgremium des Arbeitskreises SCHULEWIRTSCHAFT Bayern. Schulen und Unternehmen haben eine besondere Verantwortung für die Gesellschaft in unserem Land - gemeinsam sollten sie an den Grundlagen für eine positive und wettbewerbsfähige Entwicklung unseres Bildungssystems arbeiten. Schließlich ist Bildung der wichtigste Rohstoff, den wir in Deutschland haben.


Ernst Baumann

Vorsitz von Wirtschaftsseite, Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT Bayern
Mitglied des Vorstandes, BMW AG, München


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