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Digitale Bewerbungsprozesse in Zeiten von Corona

Vor noch gar nicht so langer Zeit lief eine Bewerbung in Deutschland so ab: In der Zeitung lest ihr eine interessante Stellenanzeige: Ein Unternehmen sucht für das kommende Ausbildungsjahr noch Azubis. Ihr setzt euch daraufhin an euren Computer und schreibt einen Lebenslauf und ein Anschreiben. Im Schreibwarengeschäft sucht ihr nach einer passenden Bewerbungsmappe und legt die gedruckten Bewerbungsunterlagen hinein. Dazu gestaltet ihr noch ein ansprechendes Deckblatt. Die Bewerbungsmappe schickt ihr dann per Post an das Unternehmen. Wenn alles passt, bekommt ihr ein paar Wochen später eine Einladung zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch.

In den letzten Jahren hat sich dieser Ablauf in den meisten Unternehmen stark verändert.  Die Mehrheit der Firmen setzt nun auf eine digitale Bewerbung per E-Mail oder (meist bei großen Unternehmen) auf ein eigenes Online-Bewerbungsportal. Und sicher schlagt ihr bei der Stellensuche auch nicht die Zeitung auf, sondern sucht in digitalen Job-Portalen oder sozialen Netzwerken nach freien Stellen. 

Mit dem Aufkommen der Corona-Pandemie und den Kontaktbeschränkungen gehen viele Unternehmen nun einen Schritt weiter: mithilfe digitaler Tools wie Skype oder Zoom werden Bewerbungsgespräche immer häufiger als Videointerview geführt. Laut einer Befragung des Karriereportals Stepstone[1] setzen mittlerweile 60% der Recruiter Live-Video-Interviews für Bewerbungsgespräche ein. Das hat das den Vorteil, dass die Kontakte zu Bewerbern auf ein Minimum beschränkt  werden und die Infektionsgefahr reduziert wird. Für die Bewerber*innen hat es den Vorteil, dass man das Gespräch in einer gewohnten Umgebung führt und man sich die Zeit für die Anreise sparen kann. Was ihr bei einem Video-Interview alles beachten müsst, erklären wir euch hier.

Die technische Vorbereitung

Sehr wichtig ist die technische Vorbereitung und dass ihr euch darüber Gedankten macht wo und wie ihr das Gespräch führt. Klar – ein Videochat ist auch per Smartphone auf der Couch möglich, aber das macht einen wenig professionellen Eindruck. Außerdem wird es bei einem 30 minütigen Gespräch irgendwann schwierig, sein Handy ruhig zu halten. Viel besser ist es, ihr sucht euch einen festen Platz in einem ruhigen Raum und benutzt einen Laptop mit einer guten Kamera. Auch ein Headset ist hilfreich, um ungestört sprechen zu können.

Das Unternehmen wird euch vorher alle nötigen Informationen zur Uhrzeit und zum Login schicken. Am Besten ihr macht vorher einen Probelauf mit Freunden und probiert die Technik in Ruhe aus. Achtet auch unbedingt auf den Hintergrund. Das Plakat eurer Lieblingsband an der Wand oder herumliegende Kleidung machen keinen guten Eindruck.

Die persönliche Vorbereitung

Hier gelten dieselben Regeln wie bei einem persönlichen Gespräch auch:

  • Informiert euch über das Unternehmen und die Stelle auf die ihr euch bewerbt. Eine gute Informationsquelle ist hier die Webseite des Unternehmens.

  • Legt euch wichtige Unterlagen bereit, wie z.B. euren Lebenslauf. Dann könnt ihr beim Gespräch sofort nachschauen.

  • Bereitet euch auf eventuelle Fragen des Unternehmens vor: Warum bewerbt Ihr euch auf die Stelle? Was interessiert euch an diesem Beruf? Welche Stärken bringt ihr mit? 

  • Legt euch aber auch selbst Fragen zurecht, die ihr an das Unternehmen habt.

  • Wählt euch die passende Kleidung und kleidet euch so wie für ein „richtiges“ Vorstellungsgespräch.

Während des Gesprächs

Ein Interview per Video ist für euch sicher noch etwas ungewohnt. Versucht während des Gespräches aufrecht zu sitzen und eine positive Körpersprache einzunehmen (Lächeln!). Sprecht ruhig und deutlich zu eurem Gesprächspartner. Wichtig ist auch der Blickkontakt: Viele schauen während der Unterhaltung auf den Bildschirm. Für einen „echten“ Blickkontakt müsst ihr beim Sprechen aber direkt in eure Kamera schauen.

Was bringt die Zukunft?

Auch in den kommenden Jahren werden sich viele Dinge im Bereich Bewerbung verändern. Junge Start-Up-Unternehmen haben sich Dating-Plattformen zum Vorbild genommen und Apps entwickelt, bei der ihr euch per „Swipe“ bewerben könnt. Auch gibt es bereits in einigen Unternehmen die Möglichkeit der „One-Click-Bewerbung“. Dabei könnt ihr euch mit einem Klick sehr schnell auf eine Stelle bewerben. Alle Informationen zu euch und eurem Lebenslauf werden automatisch von Jobportalen wie Xing oder LinkedIn übermittelt. 

Auch wenn die neuen Techniken viele Möglichkeiten bieten – am Ende kommt es immer darauf an, eure Interessen und Stärken zu kennen, um die passenden Ausbildung zu finden. Dabei helfen euch auch die Praktikumsangebote, die ihr auf unsere Seite finden könnt.

[1] https://www.stepstone.de/wissen/stepstone-BPM-digitales-recruiting/

- Projektträger - SW_bbw
- Förderer - Förderer WiMi
- Hauptförderer - baymevbm
- Kooperationspartner - Kooperationspartner DEHOGA Kooperationspartner BRK Kooperationspartner ISB Kooperationspartner Dachdecker Kooperationspartner Jugendfeuerwehr
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