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Berufsorientierung trotz Homeschooling – geht das?

Wanderer mit Rucksack auf einer leeren Landstrasse
Foto von Sharefaith von Pexels

In Zeiten von Covid-19 werden die Schüler*innen neben der schweren Entscheidung, welchen beruflichen Werdegang sie antreten wollen noch zusätzlich verunsichert. Dazu kommt die Schließung von Berufsinformationszentren, Schulen und Berufswahlmessen.

Brigitte Conchedda, Schulleiterin der Städtischen Wirtschaftsschule Friedrich Arnold in Amberg, bemerkt dieses Schuljahr besonders viel Unsicherheit bei den Schüler*innen: “Vor allem bei den Abschlussklassen sind unglaublich viele Ängste vorhanden, was die Prüfungen und vor allem auch die Zeit nach den Prüfungen angeht.”

Aus diesem Grund ist es gerade jetzt besonders wichtig, eine umfassende Berufsberatung an den Schulen zu gewährleisten.

5 Tipps für Lehrkräfte, um die Schüler*innen bei der Berufsorientierung zu unterstützen

  • Motivieren Sie Ihre Schüler*innen dazu, sich frühzeitig um die eigene Berufsorientierung zu kümmern. Stellen Sie Informationsmaterialien zur Verfügung. Zeigen Sie ihnen, wo es momentan Möglichkeiten gibt, sich über Berufe zu informieren. Oder machen Sie es wie Frau Conchedda und holen Sie sich eine*n Berufsberater*in, der/die mit den Schüler*innen spricht – egal ob persönlich oder über Video-Chat. Dieser kann den Jugendlichen aufzeigen, auf was sie bei der Suche nach dem passenden Praktikumsplatz und beim Bewerbungsprozess achten müssen. Auch beim Entdecken der eigenen Stärken und Schwächen kann die Berufsberatung unterstützen.
Tipps zur Motivation der Schüler*innen erfahren Sie hier.
    • Fragen Sie gezielt bei Unternehmen in der Nähe nach Informationsmaterial oder freien Praktikums- bzw. Ausbildungsplätzen. Frau Conchedda hat sich mit ihrer Schule ein gutes Netzwerk an Unternehmen aufgebaut. “Auch jetzt versuchen wir dort Plätze für Schüler*innen zu bekommen, welche von alleine kein Unternehmen finden.”
    Auf unserer Startseite finden auch Sie eine Auswahl von Praktikumsplätzen und Unternehmen in Ihrer Nähe.
      • Bieten Sie offene Sprechstunden an (z. B. zwei Tage pro Woche je eine Stunde), zu denen sich die Schüler*innen anmelden können. Achten Sie darauf, den persönlichen Kontakt auch während des Homeschoolings nicht zu verlieren. Denn genau das ist laut der Schulleiterin das Geheimnis, warum die Praktikumssuche an ihrer Schule so gut funktioniert: “Wir fragen unsere Schüler*innen immer wieder persönlich, wie es bei ihnen läuft. So wissen wir immer genau, welche*r Schüler*in schon einen Platz gefunden hat und welche*r nicht.”
        • Helfen Sie Ihren Schüler*innen dabei, sich ihrer Stärken und Schwächen bewusst zu werden, z. B. durch Berufsberater*innen, Orientierungstests oder durch Interessenstests, wie der von der Bundesagentur für Arbeit. Einige spannende Berufe stellen wir auch auf unserer Website vor.
          • Bieten Sie Bewerbungs-Coachings für die Schüler*innen an, um ihnen die Angst vor den evtl. virtuell stattfindenden Vorstellungsgesprächen zu nehmen. In der Städtischen Wirtschaftsschule Friedrich Arnold ist das Bewerbungscoaching fest in den Unterricht integriert. “Bei uns arbeiten alle Fachbereiche zusammen. In Deutsch zum Beispiel lernen die Schüler*innen, wie ein Bewerbungsschreiben aussehen soll. In einem anderen Fach wird ihnen gezeigt, wie sie passende Stellen für sich finden und sie führen dann mit den Lehrkräften Bewerbungsgespräche zum Üben durch.”, erzählt die Schulleiterin.

          Gegenseitige Unterstützung ist der Schlüssel

          Frau Conchedda ist grundsätzlich froh darüber, wie gut die Berufsorientierung bei ihr an der Schule funktioniert. “Ich glaube, das große Geheimnis ist das enge Zusammenarbeiten der Kolleg*innen untereinander und mit den Schüler*innen.” Zudem sollten gerade jetzt Kompromisse gefunden werden: “Wir haben unsere Praktikumswoche auf drei Tage gekürzt. Und auch vom Zeitpunkt sind wir flexibler geworden. Die drei Tage können nun auch in einer anderen Woche, als zuvor vorgegeben, absolviert werden.” Dank der Zusammenarbeit der Lehrkräfte, Schüler*innen und Unternehmen können die Praktika so auch in diesem Jahr fast normal stattfinden.

          Auch einige Unternehmen passen sich der aktuellen Situation an. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Sparkasse Passau, die im Juno ein Praktikum per WhatsApp angeboten hat. Damit haben Praktikant*innen die Möglichkeit, einen Tag lang über WhatsApp in den Alltag eines Sparkassen-Azubis zu schnuppern.

          Lesen Sie auf unserer Partnerplattform sprungbrett into work, warum Unternehmen auch jetzt Praktikant*innen einstellen wollen.

          Zum Weiterlesen

          - Projektträger - SW_bbw
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          - Hauptförderer - baymevbm
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