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Beruf des Monats: Uhrmacher/-in

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Wie wäre es denn mit einem Beruf, der immer nah am Puls der Zeit ist? Ein Beruf, in dem du dafür verantwortlich bist, dass die Welt richtig tickt und der Zahn der Zeit in seinem geregelten Gang nagen kann?

Na? An welchen Beruf hast du gedacht? Bestimmt nicht sofort an den spannenden Ausbildungsberuf, den wir dir in diesem Monat vorstellen möchten: Den Beruf des Uhrmachers.

Für den Uhrmacher dreht sich wortwörtlich alles um das Thema Zeit: seine Aufgabe ist es, dass unsere kleinen Zeitmesser am Handgelenk nicht zu fiesen Zeitdieben werden. Denn der Uhrmacher ist für die Herstellung und Reparatur von Uhren und anderen Zeitmessgeräten zuständig. Und wer kennt es nicht, dass die Armbanduhr manchmal ein bisschen verkehrt tickt und man des Öfteren nur noch die Rücklichter des Busses beobachten kann, den man doch unbedingt erwischen wollte? Damit dir das nicht dauernd passiert, muss deine Uhr schnellstmöglich wieder zum Laufen gebracht werden. Wie gut, dass es den Uhrmacher gibt!

Das machst Du während deiner Ausbildung

Den Großteil deiner Ausbildung zum Uhrmacher wirst du in der Werkstatt deines Ausbildungsbetriebes verbringen, in der du die praktische Seite des Berufs kennen lernen wirst. Bereits in den ersten Monaten deiner Ausbildung wirst du dich wie ein richtiger Uhrmacher fühlen: an Aufgaben wie dem Wechseln von Batterien, dem Befestigen von Armbändern oder dem Umgang mit verschiedenen Fetten und Chemikalien kannst du dich an die Arbeit mit Mikroskopen und Werkzeugen gewöhnen. Deine Aufgaben werden immer kniffliger, je weiter deine Ausbildung voranschreitet. Du wirst lernen, wie du Werkstücke und Uhrenbauteile selber herstellst oder wie du Schäden an Uhren suchst, findest, dokumentierst und beseitigst. Egal, ob es sich um mechanische Uhren handelt, um Chronographen oder Chronometer, um elektronische oder elektrische Schalt- und Quarzuhren mit integrierten Schaltkreisen – am Ende deiner Ausbildung kennst du dich mit den verschiedenen Uhrentypen aus.

Die theoretische Seite des Berufs des Uhrmachers wirst du in der Berufsschule kennen lernen, die du während deiner Ausbildung an ein bis zwei Tagen die Woche oder im Block besuchst. Dort stehen verschiedene Fächer auf dem Plan: als Uhrmacher benötigst du Kenntnisse in der Physik, um die Funktionsweise der verschiedenen Zeitmessgeräte verstehen zu können. Auch Mathe darf auf dem Stundenplan nicht fehlen, denn in deinem Beruf wirst du später trigonometrische Berechnungen und Zeitberechnungen durchführen müssen. Im Werkunterricht wirst du lernen, wie du mit Bohr-, Dreh- und Fräsmaschinen umgehst und wie du mit technischen Zeichnungen arbeitest.

Das machst Du später im Beruf

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Der Beruf des Uhrmachers wird entweder im Handwerk oder in der Industrie ausgeübt. Je nachdem, für welchen Betrieb du dich später entscheidest, arbeitest du entweder handwerklich oder bist an der maschinellen Herstellung von Uhren beteiligt.

Der Beruf des Uhrmachers hat also viele Gesichter: So könntest du beispielsweise in einem kleinen Handwerksbetrieb arbeiten, in dem die Fertigung, Reparatur und Restauration von Uhren im Vordergrund stehen. Wenn du im Handwerk tätig bist, verbringst du deine Zeit nicht nur in der Werkstatt: auch für die Kundenbetreuung bist du zuständig. Du nimmst Uhren entgegen und berätst den Kunden über die möglichen Reparaturmaßnahmen oder Anfertigungskosten. Wenn du also besonders an der Reparatur oder dem Bereich Verkauf und Beratung interessiert bist, kommt für dich eine Anstellung in einem handwerklichen Betrieb sicherlich in Frage.

Bist du in einem Unternehmen tätig, in dem Uhren in maschineller Produktion hergestellt werden, bedienst du die Maschinen und überwachst die Fertigung. Darüber hinaus stellst du auch Einzelteile für die Uhren her und programmierst die sogenannten CNC-Maschinen. Interessiert dich besonders, wie Uhren entwickelt und in großem Maßstab hergestellt werden, ist die Beschäftigung in der industriellen Fertigung genau das richtige für dich.

Das solltest Du mitbringen

 

Am allerwichtigsten ist es wohl, dass du als Uhrmacher Spaß an der Arbeit in der Werkstatt oder in der Fertigungshalle hast und ein wenig handwerkliches Geschick und technisches Verständnis mitbringst. Zwei linke Hände solltest du nicht haben, denn als Uhrmacher hast du es vor allem mit milimetergroßen Werkteilen zu tun. Für diese Arbeit ist es also wichtig, dass du genau und äußerst sorgfältig arbeiten kannst.

Von Vorteil ist es auch, wenn du aus der Schule bereits gute Kenntnisse in den Fächern Mathe und Physik mitbringst und dich in den Bereichen Werken und Technik auskennst. Diese Vorkenntnisse zahlen sich bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz aus, denn sie helfen dir z.b. bei Reparaturarbeiten und sind hilfreich für das Verständnis von Arbeitsweisen der unterschiedlichen Zeitmessgeräte. Aber keine Panik: Sind diese Fächer nicht dein Spezialgebiet wirst du in der Berufsschule genug Zeit haben, dir das nötige Wissen anzueignen.

Das bringt Dir die Zukunft

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Als Uhrmacher hast du nicht nur einen spannenden Arbeitsalltag, sondern auch aussichtsreiche Karrieremöglichkeiten:

Nach der dreijährigen Ausbildung zum Uhrmacher hast du die Möglichkeit, an Fort- und Weiterbildungen teilzunehmen, um dein Wissen zu erweitern und ständig auf dem neusten Stand zu bleiben. Wenn du in eine höhere Position aufsteigen möchtest, kannst du an einer beruflichen Aufstiegsweiterbildung teilnehmen. Zu diesen zählen beispielsweise die Weiterbildung zum technischen Fachwirt, zum Uhrmachermeister oder zum Industriemeister Metall.

Bist du im Besitz einer (Fach-)Hochschulreife ist auch ein Studium eine weitere Möglichkeit, dein Wissen fundiert zu vertiefen. Hier könnten die Studiengänge Bachelor of Engineering Mechatronik oder der Bachelor of Fine Arts Edelstein und Schmuck interessant für dich sein.

Wolltest du schon immer dein eigener Chef sein, kannst du dir als Uhrmacher auch den Traum von der beruflichen Selbstständigkeit erfüllen, indem du z.b. dein eigenes Verkaufsgeschäft für Zeitmessgeräte mit integrierter Werkstatt eröffnest.

Auf einen Blick

Berufsbezeichnung

Uhrmacher/in

Dauer der Ausbildung

3 Jahre

Erforderlicher Schulabschluss

Hauptschulabschluss. Meist empfohlen: Mittlerer Schulabschluss

Schulisches Vorwissen

Werken/Technik, Physik, Mathe

Ausbildungsvergütung

650 € brutto (1. Lehrjahr) – 980 € brutto (3. Lehrjahr)

Einstiegsgehalt

1.500 – 2.200 € brutto

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Aktuelle Praktika zum Beruf

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