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Beruf des Monats: Bauzeichner/in

Du zeichnest gerne, möchtest dein technisches Interesse einbringen und am Computer Pläne und Grafiken entwerfen? Du interessierst dich auch noch für Bauwerke und Konstruktionen? Und du hast noch keine Ahnung was du später einmal machen möchtest? Unser Beruf des Monats zum/zur Bauzeichner/in könnte ganz gut zu dir passen.

Plan mit Maßband
Quelle: pixabay.com/jackmac34

Das machst du während deiner Ausbildung

Die Ausbildung zum/zur Bauzeichner/in läuft dual ab. Das bedeutet, du bist einerseits in der Berufsschule und andererseits in einem Unternehmen tätig, wo du die Theorie dann in die Praxis umsetzt. In der Berufsschule bekommst du hingegen das theoretische Wissen an die Hand. In deiner Ausbildung lernst du natürlich: Zeichnen. Und zwar maßstabsgerechte Zeichnungen mit und ohne Software. Zum Umgang mit der Anwendungssoftware gehört beispielsweise, wie man Ebenen definiert und anlegt, Zeichnungsvoreinstellungen vornimmt usw.

Du lernst außerdem den Ablauf des Bauprozesses kennen und erfährst, was beim Planen von verschiedenen Bauwerken, insbesondere mit unterschiedlichen Baustoffen, etwa Baukörpern aus Stein, Holz oder Stahl zu beachten ist. Außerdem wirst du beim Berechnen nach baurechtlichen Vorgaben mitwirken.

Besonders bei dieser Ausbildung ist, dass du zu Beginn deines dritten Ausbildungsjahres einen Schwerpunkt wählen kannst, nämlich Architektur, Ingenieurbau oder Tief-, Straßen- und Landschaftsbau. Je nach Schwerpunkt lernst du, wie man Entwurfsskizzen in bautechnische Zeichnungen umsetzt und die benötigten Mengen ermittelt.

Das machst du später im Beruf

Figur mit Plänen unter dem Arm
Quelle: pixabay.com/3dman_eu

Als Bauzeichner/in wirst du später einmal die Entwurfsskizzen der Architekten und Architektinnen umsetzen und daraus maßstabsgetreue Zeichnungen erstellen. Damit dein Plan in der Realität auch gut umzusetzen ist, musst du zuvor die vorhandene Bausubstanz und die technische Einrichtung aufmessen und die zu erstellenden Bauteile bzw. Gebäude nach Richtung, Lage und Höhe einmessen. Zum Erstellen des Grundrisses, der Ansicht oder der Detailskizze wirst du mit einer speziellen CAD-Software am PC arbeiten. Außerdem kalkulierst du wie viel Baustoff benötigt wird und erstellst Bestandspläne und Stücklisten. Schließlich druckst du deinen fertigen Plan auf dem Plotter aus und dein Werk geht an den Auftraggeber z.B. das Bauamt.

Du kannst dich zudem auf einen Schwerpunkt spezialisieren. Beim Schwerpunkt Architektur wirst du Grundrisse, Schnitte und Ansichten von Gebäuden, Montagepläne sowie Architekturmodelle erstellen. Wenn dein Fokus auf dem Ingenieurbau liegt, wirkst du bei der Planung von Brücken, Hochhäusern, Kraftwerken oder Industriebauten mit. Dabei wirst du Pläne für Holz- und Metallkonstruktionen, Traggerüste, Schalungen, sowie Positions- und Rohbauzeichnungen und Lagepläne für Baugrunduntersuchungen erstellen. Zuletzt der Tief-, Straßen- und Landschaftsbau. Hier wirst du Lage- und Höhenpläne für den Kanalbau, Schachtbauwerke zur Abwasserbeseitigung, Pläne für Straßenuntergründe sowie Böschungspläne skizzieren.

Das solltest du mitbringen

Für die Erstellung und Berechnung der Pläne brauchst du ein gutes Verständnis für technische Zusammenhänge und räumliches Denkvermögen. Da du bis ins kleinste Detail genau arbeiten musst, ist außerdem eine ruhige Hand gefragt. Es kann im Büro schon mal hektisch zu gehen, dennoch solltest du gewissenhaft und exakt arbeiten können.

Du sollst nicht nur ein/e gute/r Zeichner/in sein, sondern dich auch gut mit den zu verarbeitenden Baustoffen und Materialien auskennen, denn deren Eigenschaften musst du in der Planung berücksichtigen.

Alles in allem stehen Sorgfalt und Präzision an oberster Stelle, denn in deinem Plan sollten besser keine Fehler sein.

fertiger Bauplan einer Wohnung
Quelle: pixabay.com/cocoparisienne

Das bringt dir die Zukunft

An die Themenfelder wie Technisches Zeichen, Konstruktion, Computer Aided Design (CAD), Bautechnik und Baurecht kannst du dich im Laufe deiner Karriere anpassen und Weiterbildungen besuchen. Möchtest du auf der Gehaltsleiter weiter nach oben, so kannst du verschiedene Technikerweiterbildungen besuchen, wie z.B. im Bereich Hoch- oder Tiefbau. Falls du mehr in die kaufmännische Richtung möchtest, kannst du dich auch zur/zum technischen Fachwirt/in weiterbilden lassen.

Falls du doch einmal Uniluft schnuppern möchtest, kannst du nach deiner Ausbildung noch Architektur, Vermessungstechnik, Geoinformatik oder Bauingenieurswesen studieren. Es stehen dir also viele Wege offen!

Berufsbezeichnung

Bauzeichner/in

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Duale Ausbildung

Schulabschluss

mittlerer Bildungsabschluss oder Hochschulreife

Hilfreiches Vorwissen

Mathematik, Werken/Technik, Physik

Ausbildungsvergütung

1. Jahr € 603 bis € 703

 

2. Jahr € 755 bis € 966

 

3. Jahr € 905 bis € 1.126

- Projektträger - SW_bbw
- Förderer - Förderer WiMi
- Hauptsponsoren - baymevbm
- Sponsoren - Siemens
- Kooperationspartner - Kooperationspartner DEHOGA Kooperationspartner BRK Kooperationspartner ISB Kooperationspartner Dachdecker Kooperationspartner Jugendfeuerwehr
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