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Beruf des Monats: Logopäde/Logopädin

Hast du dich schon mal gefragt wie das Sprechen funktioniert? Oder was die Ursache für Sprachstörungen sind? Kann man eigentlich etwas tun, wenn jemanden stottert? Na klar! Genau das lernst du nämlich in der spannenden Ausbildung zum/zur Logopäde/Logopädin

Quelle: pixabay.com/geralt CC0
Quelle: pixabay.com/geralt CC0

Das machst du während deiner Ausbildung

Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet nicht dual, sondern an einer Berufsfachschule statt. Deine theoretische Ausbildung wird umfangreich aber vor allem spannend sein. Fächer, wie Anatomie & Physiologie, Pädiatrie, Neurologie und Kieferorthopädie geben dir eine gute Grundlage für deinen späteren Beruf. Da du außerdem viel mit Menschen, insbesondere mit Kindern, arbeiten wirst, hast du Fächer wie (Sonder-)Pädagogik, Psychologie und Soziologie. Außerdem stehen Themen wie Stimmbildung, Sprecherziehung, Hörgeräteakustik, Logopädie, Phonetik & Linguistik auf deinem Stundenplan.

Zusammengefasst lernst du in deiner theoretischen Ausbildung, wie Sprech- und Stimmorgane aufgebaut sind, welche Erkrankungen existieren, welche Ursachen dafür zugrunde liegen, welche Therapiemethoden es gibt und wann sie angewandt werden.

Neben all dieser Theorie wird der größte Teil der Ausbildung praktisch ablaufen. Du wirst z. B. durch Hospitationen und Exkursionen verschiedene Einrichtungen, wie Rehabilitationseinrichtungen oder Kliniken, kennenlernen. Außerdem wirst du erste praktische Erfahrungen in der Logopädie, Audiologie usw. in Zusammenarbeit mit den ausgebildeten Logopäden und Logopädinnen sammeln und dich ausprobieren können.

Das machst du später im Beruf

In der Therapie wird gerne der Spiegel eingesetzt, damit die Patienten die Mundbewegungen beobachten können.
In der Therapie wird gerne der Spiegel eingesetzt, damit die Patienten die Mundbewegungen beobachten können. Quelle: pixabay.com/smengelsrud CC0

Wenn Menschen Probleme mit dem Sprechen, der Aussprache oder dem Schlucken haben, entwickelst du ein therapeutisches Konzept, um ihnen zu helfen. Diese Beeinträchtigungen können z. B. aufgrund von Entwicklungsstörungen, Unfällen, Schlaganfällen oder Kehlkopfoperationen entstehen.

Du siehst also, dass nicht nur Kinder deine Patienten sein können, sondern genauso Erwachsene und ältere Menschen. Ebenso berätst du Personen in Sprechberufen, wie Lehrer/innen oder Politiker/innen oder Familien, die ihre Kinder mehrsprachig aufwachsen lassen möchten. Außerdem bist du Ansprechperson, wenn es um Stimmprothesen oder elektronische Sprechhilfen geht.

Eine Therapie wird in der Regel so ablaufen, dass du bei einem Vorgespräch durch Tests eine Diagnose erstellst und Hintergrundinformationen, wie die Familiensituation abfragst. Anschließend erstellst du einen Therapieplan und näherst dich mit deinem Patienten oder deiner Patientin mithilfe von verschiedenen Spielen und Hilfsmitteln Stück für Stück an euer vereinbartes Ziel. Anschließend musst du die Fortschritte bzw. deine Beobachtungen protokollieren. Eine Therapie kann unter Umständen einige Monate oder Jahre dauern - hier sind also Geduld und Ausdauer gefragt.

Das solltest du mitbringen

Das Wichtigste ist Geduld. Da sich Fortschritte sehr langsam entwickeln musst du starkes Durchhaltevermögen zeigen und zielstrebig sein. Gegenüber deinen Patienten und deren Familie solltest du dir deiner Verantwortung bewusst sein, da sie auf dein Engagement und deine Kenntnisse bauen.

Nachdem du die Therapiestunden selbst durchführen wirst musst du Eigeninitiative zeigen und dich für die richtige Therapiemöglichkeit entscheiden können. Du selbst solltest dich klar und deutlich artikulieren können, so dass du verschiedene Laute gut vorsprechen kannst.

Natürlich solltest du kontaktfreudig, einfühlsam offen und sympathisch sein, denn deine Patienten müssen sich bei dir wohl fühlen und Spaß haben.

Achte mal darauf, wie sich dein Mund bei den Vokalen formt.
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:CS_vowels_lips.PNG User:Pajast

Das bringt dir die Zukunft

Nach deiner Ausbildung kannst du in logopädischen Praxen, Krankenhäusern, Rehabilitationskliniken, Förderschulen, Kindertagesstätten oder sozialpädiatrischen Zentren arbeiten.

Da immer mehr Menschen diese Ausbildung anstreben ist es sinnvoll, sich zu spezialisieren bzw. regelmäßig Weiterbildungen zu besuchen.

Alternativ kannst du z.B. als Lehrlogopäde/Lehrlogopädin oder Klinischer Linguist/Klinische Linguistin arbeiten. Natürlich steht es dir auch offen eine eigene Praxis zu eröffnen.

Möchtest du beruflich vorankommen, kannst du außerdem die Prüfung zum/zur Fachwirt/in im Gesundheits- und Sozialwesen ablegen. Falls du später in die Forschung gehen oder dich weiterbilden möchtest, bietet sich ein Studium der Logopädie bzw. Sprachtherapie, Therapiewissenschaft oder Heilpädagogik an.

Auf einen Blick

Berufsbezeichnung

Logopäde/Logopädin

Dauer der Ausbildung

3 Jahre

Schulabschluss

mittlerer Bildungsabschluss oder Hochschulreife

Hilfreiches Vorwissen

Biologie, Deutsch

Ausbildungsvergütung

Keine Vergütung; es kann hingegen Schulgeld anfallen

Aktuelle Praktika zum Beruf

Titel Firma Ort Ausbildung möglich
Logopäde/Logopädin Logopädische Praxis Ortenburg 0
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