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Beruf des Monats: Beamter/Beamtin im mittleren Zolldienst

Du möchtest dich gegen illegale Geschäfte einsetzen? Recht und Ordnung sind dir wichtig? Mit einer Beamtenlaufbahn möchtest du deinen zukünftigen Berufsalltag gestalten? Na dann aufgepasst! Hier findest du wichtige Informationen und Links rund um das Thema „Zollausbildung“.

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Das machst du während deiner Ausbildung

Hat deine Bewerbung überzeugt wirst du zu einem schriftlichen und einem mündlichen Auswahlverfahren eingeladen. Ersteres beinhaltet Aufgaben zum Zahlen- und Sprachverständnis, eine Arbeitsprobe und einen Wissenstest. Außerdem wirst du in dem mündlichen Teil dich präsentieren und dich in Diskussionen, Rollenspielen etc. beweisen müssen.

Hast du diese Hürden gemeistert erwartet dich eine zweijährige duale Ausbildung. Anfangen wird diese mit einem einwöchigen Praktikum, um in den Berufsalltag hineinschnuppern zu können. Anschließend wirst du sechs Monate einen Einführungslehrgang im Klassenverbund besuchen. Während dieser theoretischen Ausbildung erfährst du alles was das Thema Recht an geht. So z.B. über die Rechte des Warenverkehrs, das Zolltarif-, Vollzugs-, Strafrecht. Abschließen wirst du diesen Block mit einer Zwischenprüfung. Danach kannst du endlich in die Praxis und darfst 12 Monate in eine Zolldienststelle. Während des berufspraktischen Teil lernst du die Abläufe in der Zollverwaltung kennen, wirst in typische Geschäftsvorgänge eingebunden und lernst dein Fachwissen anzuwenden. Begleitend dazu wirst du immer wieder Lehrveranstaltungen haben.

Zuletzt der Abschlusslehrgang. In diesen sechs Monaten werden die vorherigen Unterrichtsinhalte vertieft. Außerdem musst du unteranderem einen Sporttest ablegen, sodass du die Erlaubnis bekommst später eine Waffe zu tragen. Abschließend musst du vier schriftliche und eine mündliche Prüfungen, die sogenannte Laufbahnprüfung, absolvieren.

Das machst du später im Beruf

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Deine Aufgabengebiete sind zusammengefasst: Zollabfertigung, Betriebsprüfungsdienste, Bekämpfung illegaler Beschäftigung und Grenzaufsichtsdienst. Du verhinderst also das Kriminelle illegale Waren über die Grenze schmuggeln können, setzt dich gegen Schwarzarbeit ein und kontrollierst Unternehmen, ob sie genügend Abgaben zahlen.

Fangen wir mit der Zollabfertigung an. Dabei wirst du bei Grenzübergängen Waren kontrollieren und abfertigen. Das bedeutet, dass du entscheiden wirst ob die Güter in das andere Land überführt bzw. in das eigene Land eingeführt werden dürfen. Um dies entscheiden zu können musst du die Waren an sich kontrollieren, ob es sich beispielsweise um etwas illegales bzw. zu verzollendes Gut handelt. Außerdem schaust du dir die Frachtpapiere und Ein- und Ausfuhrgenehmigungen an. Müssen Einfuhrabgaben wie Zölle, Einfuhrumsatzsteuern oder Verbrauchsteuern gezahlt werden, so bist du dafür zuständig, dass diese eingetrieben werden. Dein Arbeitsplatz kann an Autobahnratsplätzen sein, wo du Lkw- und Pkw-Kontrollen durchführen wirst, oder bei Grenzübergängen an Küstenmeeren und Binnengewässern oder Flughäfen. Außerdem kann dein Berufsalltag von einem Zollhund begleitet werden.

Spezialisierst du dich eher auf Betriebsprüfungsdienste, dann kontrollierst du in Unternehmen steuerlich relevante Sachverhalte. Das heißt, dass du sehr vertraut mit Zollbelegen und der Buchführung sein wirst, um zu prüfen ob genügend Steuern berechnet und abgegeben wurden. Zahlt ein Unternehmen außerdem beispielsweise zu wenig Rentenversicherung, so kannst du das Geld einfordern. Zudem kannst du dich bei öffentlichen Versteigerungen engagieren.

Zuletzt bekämpfst du illegale Beschäftigungen. Anhand von( Geschäfts-)unterlagen checkst du, ob die Mitarbeiter/innen eines Unternehmens ordnungsgemäß beschäftigt werden. So muss z.B. ein/e neue/r Arbeitnehmer/in gemeldet werden und Sozialversicherung nachweisen können, sowie natürlich eine Arbeitserlaubnis haben.

Das solltest du mitbringen

Um dich für diesen Beruf bewerben zu können, solltest du deutsche Staatsangehörigkeit bzw. die eines anderen Mitgliedstaats der Europäischen Union oder von Island, Liechtenstein oder Norwegen haben. Außerdem darfst du nicht vorbestraft sein und musst in einem geordneten wirtschaftlichen Verhältnis leben. Dir muss weiterhin bewusst sein, dass zu deiner Arbeitskleidung eine Waffe gehören wird. Zu deinen Bewerbungsunterlagen muss neben deinem Zeugnis, ein beglaubigter Nachweis des Deutschen Sportabzeichens (mindestens in Bronze) beigelegt werden.

Neben diesen formalen Kriterien solltest du Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen haben. Da dein Einsatzgebiet außerdem bundesweit sein wird, wird von dir Flexibilität und Mobilität erwartet. Natürlich ist in diesem Beruf vor allem Sorgfalt gefragt, sodass du Gesetzte und Vorschriften fehlerfrei anwendest und Waren genau kontrollierst. Weiterhin ist ein selbstsicheres Auftreten von Vorteil, denn bei Vollstreckungsaufträgen oder beim Einschreiten bei Grenzverletzungen solltest du taff wirken um dir Respekt zu verschaffen. Leistungsbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein sollten weiterhin zu deinen Charaktereigenschaften zählen.

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Das bringt dir die Zukunft

Nach deiner Ausbildung kannst du bei Hauptzollämtern, Zoll(fahndungs)ämtern, der Generalzolldirektion oder beim Wasserzoll arbeiten. Möchtest du dich weiterbilden kannst du beispielsweise auf die Universität gehen und Vorlesungen der Staats-, Verwaltungswissenschaft, Staats-, Verwaltungswissenschaft, öffentliches Recht oder Sicherheitsmanagement besuchen. Möchtest du außerdem die Karriereleiter hinaufsteigen kannst du die Ausbildung zum gehobenen Beamtendienst anstreben.

Schließlich kannst du dich auf einige Bereiche spezialisieren wie Export/Import, Außenhandel, Steuerrecht, Verwaltungsrecht usw. Im Bereich Schutz, Sicherheit und Überwachung kannst du außerdem als Hundeführer/innen tätig sein. Dabei bist du für die Pflege und Versorgung, das Training und für die Leitung der Tiere während Einsätzen zuständig.

In der öffentlichen Verwaltung stehen dir als Alternative der Posten als „Beamter/Beamtin in der Steuerverwaltung (mittlerer nichttechnischer Dienst)“ oder als „Polizeivollzugsbeamter/Polizeivollzugsbeamtin in der Bundespolizei (mittlerer nichttechnischer Dienst)“ zur Auswahl.

Auf einen Blick

Berufsbezeichnung

Berufsbezeichnung: Beamter/Beamtin im mittleren Zolldienst

Dauer der Ausbildung

2 Jahre

Schulabschluss

Zumeist Mittlere Reife

Hilfreiches Vorwissen

Wirtschaft/Recht, Deutsch, Mathematik, Sport

Ausbildungsvergütung

1.168,99 Euro monatlich (brutto)

- Projektträger - SW_bbw
- Förderer - Förderer WiMi
- Hauptsponsoren - baymevbm
- Sponsoren - Siemens
- Kooperationspartner - Kooperationspartner DEHOGA Kooperationspartner BRK Kooperationspartner ISB Kooperationspartner Dachdecker Kooperationspartner Jugendfeuerwehr
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