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Beruf des Monats April: Operationstechnische*r Assistent*in (OTA)

Du bist ein Organisationstalent und hast kein Problem mit Blut?

Du stehst auf Scrubs, Dr. House und Grays Anatomy?

Der Unterschied zwischen Skalpell, Retraktor und Klammer interessiert dich? 

Dann check doch mal eine Ausbildung als Operationstechnische*r Assistent*in (kurz: OTA) aus!

Dieser Beruf hat nicht nur eine goldene Zukunft, du kannst dabei auch noch Menschen helfen. Der richtige Job für medizininteressierte Teamworker*innen! 

Alles Wissenswerte findest du in unserem Beruf des Monats April

Das machst du während der Ausbildung

Die Ausbildung als OTA dauert drei Jahre in Vollzeit oder fünf Jahre in Teilzeit. 3.000 Stunden davon verbringst du mit der praktischen Ausbildung in deinem Betrieb. 1.600 Stunden entfallen auf den theoretischen Teil, der an speziellen OTA-Schulen im Blockunterricht gelehrt wird. 4.600 Stunden klingt zwar erst mal viel, aber eigentlich wirst du wie in jeder Ausbildung eine 40-Stunden-Woche haben. 

In der OTA-Schule lernst du in vier Lehrbereichen alles was du für den Beruf als Operationstechnische*r Assistent*in wissen musst: hygienisches Arbeiten, diagnostische und therapeutische Assistenz, Instrumentenkunde, berufliches Selbstverständnis entwickeln, rechtliche Rahmenbedingungen, Krisen- und Katastrophenmaßnahmen, Anästhesieassistenz und noch viel mehr.

Die praktische Ausbildung in den Operationsabteilungen findet hauptsächlich in der Chirurgie, der Unfallchirurgie oder Orthopädie und der Urologie oder Gynäkologie statt. Hinzu kommen Pflichtpraktika auf chirurgischen Stationen und der Notaufnahme, eine Endoskopschulung und Arbeiten in der Sterilisationsabteilung. Weitere OP-Fachgebiete sind unter anderem Augenchirurgie, Gefäßchirurgie, HNO-Chirurgie oder Kinder-Chirurgie.

Die Abschlussprüfung besteht aus einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung, sowie einem praktischen Teil.

Das machst du im Beruf

Eine Gruppe Menschen in blauer OP-Kleidung geht durch einen blauen Gang
Als OTA Verbringst du viel Zeit in OP-Klamotten, und reichst den Operierenden ihre Instrumente.© Luis Melendez, Unsplash

Als OTA bist du die rechte Hand von Ärzt*innen und Chirurg*innen. Dazu gehört auch die Vor- und Nachbereitung operativer Eingriffe.

Du bist sowohl Ansprechpartner*in für die Patienten vor der OP als auch dafür zuständig, dass ausreichend hygienisches OP-Besteck und die richtigen Geräte im OP-Saal sind. Während einer Operation reichst du dem OP-Team ihre Instrumente, überwachst den Zustand der Patient*innen und die Einhaltung der Hygienevorschriften.

Nach der OP siehst du zu, dass alle Instrumente vollständig wieder aus dem Patienten entfernt worden sind, desinfizierst den Raum und das Besteck.

Schließlich fallen noch die Nachbetreuung der Patient*innen sowie die Dokumentation des OP-Ablaufs in deinen Aufgabenbereich.

Auch wichtig zu wissen: Du arbeitest als OTA im Schichtdienst. Deine Arbeitgeber können kirchliche, staatliche oder private Kliniken und Praxen sein. Dein Arbeitsort hat auch große Auswirkungen darauf, wieviel du später verdienst.

Das sollte dich begeistern

Für eine Ausbildung als OTA musst du einiges mitbringen, schließlich hast du in diesem Beruf sehr viel Verantwortung. Das Wohlergehen der Patient*innen liegt in deinen Händen! Damit dir im OP keine (potentiell tödlichen) Fehler passieren, sollten vor allem Sorgfalt und Genauigkeit zu deinen Stärken gehören.

In Operationsräumen kann es gut und gerne ganz schön blutig werden - damit solltest du kein Problem haben, sondern vielmehr Nervenstärke und einen kühlen Kopf zeigen! 

Verantwortungsbewusstsein und ein guter Umgang mit möglichen Gefahren helfen dir auch viel weiter, wobei du diese Kompetenzen auch noch während der Ausbildung trainieren kannst. Schließlich brauchst du ein gutes Durchhaltevermögen – so eine OP kann schon ein paar Stunden dauern. Außerdem wirst du viel im Schichtdienst arbeiten - wenn Nachtdienste für dich ein Problem sind, ist der Job vielleicht eher nichts für dich. 

Wenn du dich jetzt noch für den menschlichen Körper begeistern kannst, dann hast du alles parat, was es für eine Ausbildung als OTA braucht! 

Deine langfristigen Aussichten

Nach deiner Ausbildung ist die Karriereleiter noch lange nicht zu Ende! Zum einen hast du die Möglichkeit, dich zum*r Fachkrankenpfleger*in oder Praxisanleiter*in weiterzubilden oder einen Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen zu machen.

Außerdem kannst du studieren gehen: von medizinischer Assistenz über Gesundheitsmanagement bis zur Humanmedizin steht dir einiges offen.

Aber auch ohne nochmal die Schulbank zu drücken hast du als OTA eine stabile Zukunft: Der Beruf ist aus der medizinischen Versorgung nicht mehr wegzudenken.

Gerade wegen des Nachwuchsmangels in Gesundheitsberufen und den anstehenden Reformen der Gesundheitspolitik bleibt dir dein Arbeitsplatz noch lange erhalten!

Auf einen Blick

Berufsbezeichnung

Operationstechnischer Assistent/Operationstechnische Assistentin

Dauer der Ausbildung

3 Jahre Vollzeit, 5 Jahre Teilzeit

Erforderlicher Schulabschluss

mindestens Mittlere Reife ODER Hauptschulabschluss mit Berufsausbildung/Pflegeausbildung

Schulisches Vorwissen

Mathe, Physik, Biologie

Ausbildungsvergütung

1. LJ: 870 - 1.141 € brutto

 

2. LJ: 930 - 1.202 € brutto

 

3. LJ: 1040 - 1.303 € brutto

Einstiegsgehalt

2.400,- € brutto, steigt mit den Berufsjahren

weitere Informationen

Aktuelle Praktika zum Beruf

Titel Firma Ort Ausbildung möglich
Operationstechnische/r Angestellte/r Das Kommunalunternehmen des Landkreises Würzburg Würzburg 1
- Projektträger - SW_bbw
- Förderer - Förderer WiMi
- Hauptförderer - baymevbm
- Kooperationspartner - Kooperationspartner DEHOGA Kooperationspartner BRK Kooperationspartner ISB Kooperationspartner Dachdecker Kooperationspartner Jugendfeuerwehr
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