Beruf des Monats: Konditor*in
Dezember ist (Vor-)Weihnachtszeit und leckere Plätzchen, Stollen und anderes Gebäck fluten die Geschäfte und Wohnzimmer. Was gibt es da schöneres, als selbst tolle Gebäck-Kreationen zu entwerfen. Wenn dir das Backen dann auch noch außerhalb der Weihnachtszeit Freude bereitet, haben wir vielleicht den passenden Ausbildungsberuf für dich.

Das machst du während deiner Ausbildung
Wie viele andere Ausbildungsberufe auch, läuft die Ausbildung zum*zur Konditor*in dual ab. Den theoretischen Teil wirst du in der Berufsschule lernen und an die Praxis geht es dann im Betrieb. Die Ausbildung dauert 3 Jahre und schließt mit einer Gesellenprüfung ab. Danach bist du offiziell Konditor-Gesell*in.
Um dahin zu kommen und später die süßen Produkte herstellen zu können, brauchst du zunächst einmal die grundlegenden Kenntnisse zu Zutaten, Produkten und Verfahrensschritten. Das lernst du im fachkundlichen Teil in der Berufsschule. Du erfährst zum Beispiel alles über verschiedene Schokoladensorten und deren Verarbeitung. Außerdem gibt es nicht nur ein Mehl, sondern viele verschiedene Sorten, die unterschiedlich eingesetzt werden. Auch wie man die verschiedenen Teigsorten, z.B. Hefeteige, richtig behandelt ist Teil der Ausbildung. Ein bisschen Interesse für Chemie sollte also bei dir auch vorhanden sein.
Im Betrieb kannst du die Theorie in die Praxis umsetzen. Unter fachlicher Anleitung stellst du die ersten Backwaren nach vorgegebenen Rezepten her. Ein*e Konditor-Gesell*in steht dir hier zur Seite. Im Laufe der Ausbildung wirst du dann immer mehr Erfahrungen sammeln und vielleicht auch die eine oder andere Kreation selbst erstellen. In jedem Fall wirst du auch lernen, Hand in Hand mit deinem Team zu arbeiten, damit alles termingerecht fertig wird. Außerdem durchläufst du die einzelnen Produktionsbereiche, die je nach Betrieb sehr unterschiedlich sein können.
Das machst du später im Beruf

Eine Hochzeit steht an und das Hochzeitspaar hat bei deinem Betrieb eine riesige dreistöckige Hochzeitstorte bestellt. Um 16 Uhr muss alles fertig und auf dem Weg zur Hochzeitslocation sein. Jetzt ist Teamwork gefragt.
Am Vorabend habt ihr schon das Wichtigste vorbereitet. Um 6 Uhr bist du an deinem Arbeitsplatz und beginnst mit deinen Kolleg*innen den Teig herzustellen. Während dieser im Ofen ist, verarbeitet ihr die anderen Zutaten. Hier kommen Schokolade, Marzipan und viele andere Dinge zum Einsatz.
Der Teig ist fertig und nun macht ihr euch daran, die einzelnen Schichten der Torte aufzubauen. Zum Schluss geht es an die Dekoration – hier ist gestalterisches Geschick gefragt. Die Auftraggeber hat genaue Vorstellungen von seinem Produkt und das Ergebnis muss perfekt sein.
Nun ist es geschafft – die Hochzeitstorte ist auf dem Weg und für euch ist Feierabend. Nein halt – etwas fehlt noch. Wie in jedem Beruf, der mit Lebensmitteln zu tun hat, ist Hygiene sehr wichtig. Deshalb gehört auch die abschließende Wartung und Reinigung der Maschinen und Arbeitsplätze zu deinen Aufgaben.
Das solltest du mitbringen
Muss ein Auftrag unter Zeitdruck bearbeitet werden, ist Teamwork gefragt. Nur wenn du mit deinen Kolleginnen und Kollegen gut zusammenarbeitest, kommt ein gutes Produkt dabei heraus. Schnelligkeit und Pünktlichkeit sind wie in jedem anderen Beruf natürlich auch sehr wichtig. Um Rezepte zu berechnen und Kalkulationen zu erstellen, solltest du mathematisches Verständnis mitbringen. Wenn du später für die Kunden Konzepte erstellen willst, brauchst du natürlich auch ein gewisses zeichnerisches Geschick, um Skizzen und Entwürfe zu entwerfen. Auch bei der Umsetzung ist gestalterisches Talent von Vorteil.

Das bringt dir die Zukunft
Nach deiner Ausbildung und einigen Jahren im Beruf hast du unzählige Möglichkeiten, dich weiterzuentwickeln. Du möchtest einige Zeit im Ausland arbeiten? Kein Problem – viele Hotels im Ausland mit eigener Patisserie (also einer Konditorei) suchen gut ausgebildete Fachkräfte. Natürlich könntest du auch deine Meisterprüfung ablegen und dich mit einem eigenen Geschäft selbstständig machen. Auch ein Studium ist möglich, z.B. als Süßwarentechniker oder Lebensmitteltechnologe auf einer Fachhochschule.
Auf einen Blick
Berufsbezeichnung |
Konditor*in |
Dauer der Ausbildung |
3 Jahre, Duale Ausbildung |
Schulabschluss |
Hauptschulabschluss / Mittlere Reife |
Hilfreiches Vorwissen |
Kunst/Zeichnen, Chemie, Mathematik |
Ausbildungsvergütung |
1. Jahr 579€ |
|
2. Jahr 6940€ |
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3. Jahr 812€ |
Links zum Beruf
- Alle Berufe des Monats im Überblick
- Konditoreninnung Bayern
- BERUFENET / Agentur für Arbeit
- BERUFE.TV / Agentur für Arbeit
Aktuelle Praktika zum Beruf
Titel | Firma | Ort | Ausbildung möglich |
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Praktikum als Konditor/in | Elly Seidl GmbH | Gräfelfing | 1 |
Praktikum als Konditor/in | Carl Schubart KG | Coburg | 0 |
Praktikum als Konditor/in | Muhr Backwaren GmbH | Eppenschlag | 0 |
Praktikum als Konditor/in | Bäckerei Maximilian Obermüller e.K. | Untergriesbach | 0 |
Praktikum als Konditor/in | Bäckerei-Konditorei Hubertus Kerscher e.K. | Tiefenbach | 0 |
Praktikum als Konditor/in | P.& W. Simon | Passau | 1 |
Praktikum als Konditor/in | Backhaus Bickert GmbH & CO KG | Grossostheim | 0 |
Praktikum als Konditor/in | Bäckerei Schmitt GmbH | Bad Kissingen | 0 |
Praktikum Konditor/in | H Altreuter Konditorei Cafe | Nördlingen | 0 |
Konditor/in | Hotel Kurcafe**** | Füssen | 0 |