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Ausbildung und Arbeiten in der Pflege – mit der generalistischen Pflegeausbildung!

Pflegerin misst Blutdruck an einer Patientin. Bild von tomwieden auf pixabay.com
Bild von tomwieden / pixabay.com

Du wolltest schon immer eng mit Menschen zusammenarbeiten, ihnen helfen und sie unterstützen?

Du möchtest in deiner Ausbildung viel Neues lernen und Abwechslung haben?

Du konntest dich bisher nicht zwischen Altenpflege, Kinderkrankenpflege oder Gesundheits- und Krankenpflege entscheiden?

Das ist nun kein Problem mehr – mit der neuen generalistischen Pflegeausbildung stehen dir alle Wege offen!

Die drei Ausbildungen waren vor 2020 noch sehr streng getrennt. Es ist aber eigentlich egal, ob man später Krankenpfleger*in, Altenpfleger*in oder Kinderkrankenpfleger*in werden möchte, jede*r braucht im Grunde die gleichen Fähigkeiten:

  • Um ein*e gute*r Altenpfleger*in zu sein, werden meist auch die Fähigkeiten und das Fachwissen aus der Krankenpflege benötigt.
  • Bei Krankenpfleger*innen wiederum kommt es nicht selten vor, dass diese ebenfalls mit älteren Menschen oder Kindern in Berührung kommen.  

Seit Januar 2020 gibt es daher die EU-weit anerkannte generalistische Pflegeausbildung. Übrigens: Auf unserer Seite findest du eine Auswahl an Praktikumsplätzen, bei denen du in den Beruf der Pflegefachkraft hineinschnuppern kannst.

Das machst du während der Ausbildung

Während der Ausbildung erlernst du die Pflege von Menschen aller Altersstufen und in allen Versorgungsbereichen. Dabei wirst du neben der schulischen Ausbildung sowohl im Krankenhaus, im Pflegeheim, in der ambulanten Pflege, in der Kinderkrankenpflege als auch in der Psychiatrie praktisch ausgebildet.

Du lernst unter anderem die Pflegeprozesse und Pflegediagnostiken sowohl in akuten als auch in dauerhaften Pflegeeinrichtungen kennen, erlernst die pädiatrische Versorgung von Kindern zum Bespiel in einem Kinderkrankenhaus und blickst hinter die Kulissen einer psychiatrischen Einrichtung. Am Ende erhältst du einen Abschluss als Staatlich anerkannte*r Pflegefachfrau/-mann.

Die Ausbildung bieten z. B. die bfz-Schulen an insgesamt neun Standorten in Bayern an. Nach deiner dreijährigen Ausbildung kannst du dich entscheiden, welcher der Bereiche dir am besten gefallen hat und dich in diese Richtung spezialisieren.

Das machst du später im Beruf

Wie du schon erfahren hast, erlernst du in der generalistischen Pflegeausbildung die fachlichen Schwerpunkte aus allen drei bisher getrennten Berufen. Dadurch hast du dann im Beruf die Chance, bei der Pflege aller Menschen, unabhängig von Alter oder Erkrankungen, zu unterstützen. Nach etwas Zeit betreust und pflegst du deine eigenen Patient*innen und wirst diese nach deren individuellen Bedürfnissen behandeln und den ganzen Verlauf bis hin zur gewünschten Heilung begleiten.

Der Beruf bringt viel Abwechslung mit sich, wodurch du jeden Tag etwas Neues erleben und erlernen kannst. Pflegefachkräfte begleiten ihre Patient*innen vom ersten Atemzug auf der Säuglingsstation bis hin zum letzten im Altenheim. Du arbeitest dabei Hand in Hand mit deinen Kolleg*innen und den zuständigen Ärzt*innen.

Das solltest du mitbringen

Nahaufnahme eines Pflegers mit verschränkten Armen.
Bild von Karolina Grabowska / pexels.com

Für die Arbeit in der Pflege solltest du Engagement, Anpassungsfähigkeit, Geduld und Durchhaltevermögen mitbringen. Du wirst mit vielen unterschiedlichen Menschen in Kontakt kommen, die alle ganz individuelle Bedürfnisse mitbringen, denen du dich anpassen musst.

Je nach Schweregrad der Beschwerden und Art der Behandlung benötigen manche Patient*innen eine intensivere Betreuung und eine längere Genesungsphase als andere. Daher solltest du mental stabil sein und dich nicht von schweren Schicksalen unterkriegen lassen. Ein Gespür für Menschen und deren ganz individuelle Geschichten hilft dir dabei. Außerdem solltest du körperlich fit sein, da du viel auf den Beinen sein wirst und auch Patient*innen betreust, die sich nicht selbstständig bewegen können. Auch die Arbeit im Schichtdienst kann auf dich zukommen – denn die Menschen brauchen Tag und Nacht deine Hilfe, egal an welchem Tag.

Das bringt dir die Zukunft

Nach der Ausbildung bist du ein*e EU-weit anerkannte*r Pflegefachfrau/Pflegefachmann. Du kannst deine Fähigkeiten in vielen Bereichen einsetzen und sowohl in stationären Einrichtungen wie Krankenhäusern oder Psychiatrien, als auch in Pflegediensten wie der ambulanten Akut- und Langzeitpflege arbeiten. Wenn du schon mehr Berufserfahrung hast, kannst du bis zur Stationsleitung aufsteigen, dort dein eigenes Team von Pfleger*innen leiten und neue Mitarbeiter*innen einarbeiten. Außerdem ist die Arbeit im EU-Ausland mit diesem Abschluss möglich.

Auf einen Blick

Berufsbezeichnung

Pflegefachfrau/-mann

Dauer der Ausbildung

3 Jahre

Erforderlicher Schulabschluss

Mittlerer Schulabschluss oder
Haupt-/Mittelschulabschluss und
- erfolgreicher Abschluss als staatlich geprüfte*r Pflegefachhelfer*in oder
- erfolgreich abgeschlossene mindestens zweijährige Ausbildung

Hilfreiches schulisches Vorwissen

Biologie, Psychologie

Ausbildungsvergütung

1. Lehrjahr: ca. 1.123,88€
2. Lehrjahr: ca. 1.193,13€
3. Lehrjahr: ca. 1.304,64€

Zum Weiterlesen

- Projektträger - SW_bbw
- Förderer - Förderer WiMi
- Hauptförderer - baymevbm
- Kooperationspartner - Kooperationspartner DEHOGA Kooperationspartner BRK Kooperationspartner ISB Kooperationspartner Dachdecker Kooperationspartner Jugendfeuerwehr
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