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Beruf des Monats: Feinwerkmechaniker*in

Aufnahme eines Messchiebers und anderer Messinstrumente.
Quelle: Adobe Stock

Metall ist für dich nicht nur eine Musikrichtung? Sorgfalt und Liebe zum Detail gehen bei dir Hand in Hand? Es kommt auf die Kleinen an? Dann ist vielleicht die Ausbildung als Feinwerkmechaniker*in für dich interessant!

In diesem Beruf fertigst du Präzisionsteile aus Metall, sorgst dafür, dass Bauteile auf den Mikrometer genau auf einander passen und programmierst, wartest und reparierst die Maschinen, die dich bei dieser Arbeit unterstützen.

Erfahre in unserem Beruf des Monats, was dich in der Ausbildung zum/zur Feinwerkmechaniker*in erwartet und wie deine Karriere in diesem Beruf aussehen könnte.

Das machst du während der Ausbildung

Die Ausbildung als Feinwerkmechaniker*in dauert dreieinhalb Jahre, und ist damit etwas länger, als viele andere Ausbildungen.  Die Ausbildung findet dual statt, zu einem Teil im Betrieb, zum anderen in der Berufsschule.

Im ersten Lehrjahr lernst du die Fertigung von Bauelementen kennen – von Hand und mit der Maschine. Außerdem stehen Grundlagen des Maschinenbaus und der Maschinenwartung auf dem Lehrplan. Im zweiten Jahr steht neben Drehen und Fräsen auch die Programmierung von CNC-Fräsen und die Instandhaltung von Maschinen auf dem Programm. Hinzu kommt die Installation und Inbetriebnahme von steuerungstechnischen Systemen. Vor dem dritten Lehrjahr entscheidest du dich dann für eine von vier Fachrichtungen: Maschinenbau, Feinmechanik, Werkzeugbau oder Zerspanungstechnik.

Fachrichtung Maschinenbau

Beim Schwerpunkt Maschinenbau lernst du im dritten und vierten Lehrjahr alles über das „Fügen“, wie man das Verbinden zweier Werkstücke fachgerecht nennt. Dabei erarbeitest du dir verschiedene Schweißverfahren und Pressverbindungen mit unterschiedlichen Materialien. Gleichzeitig vertiefst du deine Kenntnisse über Montage und Inbetriebnahme, sowie Instandhaltung von technischen Systemen und Maschinen.

Fachrichtung Feinmechanik

In den letzten beiden Jahren deiner Ausbildung als Feinwerkmechaniker*in, Fachrichtung Feinmechanik liegt der Fokus auf dem Montieren und Inbetriebnehmen von Geräten und Systemen. Zusätzlich lernst du das Prüfen und Messen von Bauelementen und Komponenten, sowie die Instandhaltung technischer Systeme, inklusive dem Erkennen und Beheben von Störungen und Fehlern.

Fachrichtung Zerspanungstechnik

In den letzten beiden Ausbildungsjahren mit dem Schwerpunkt Zerspanungstechnik startest du mit dem Planen und Steuern von Arbeitsabläufen. Du lernst, Aufträge von der Idee bis zum Qualitätsmanagement zu begleiten. Außerdem steht natürlich Montage und Inbetriebnahme auf dem Programm. Der Fokus bei dieser Fachrichtung liegt allerdings auf dem Bearbeiten mit Werkzeugmaschinen.

Fachrichtung Werkzeugbau

Entscheidest du dich für den Schwerpunkt Werkzeugbau, konzentrierst du dich beim Endspurt deiner Ausbildung auf  Werkzeugmaschinen: du lernst, mit ihnen zu arbeiten, sie zu montieren, in Betrieb zu nehmen und Instandzuhalten.

Das machst du im Beruf

In ein Metall-Werkstück wird ein Gewinde geschnitten.
Foto: Daniel Smyth // Unsplash

Ursprünglich entstand der Beruf Feinwerkmechaniker*in aus der Uhrenherstellung – und genau so sorgfältig geht es auch heute noch zu. Als ausgebildete Fachkraft richtest du Maschinen ein, die filigrane Bauteile aus Metall, manchmal auch aus Kunststoff oder Holz herstellen. Oft legst du auch selbst Hand ans Werkzeug. Auch besprichst du mit deinen Kund*innen die Werksskizzen oder fertigst selbst welche an.

Hast du den Arbeitsablauf geplant, geht es an die Fertigung. Hierbei ist Genauigkeit und Sorgfalt gefragt, denn das Ergebnis muss auf den 1000stel Millimeter passen, damit das Endprodukt sicher und einwandfrei funktioniert. Neben der Programmierung von computergesteuerten Werkmaschinen, welche auch gewartet werden wollen, kann es auch sein, dass du manuell nachbessern musst. Drehen, Schleifen, Fräßen oder Honen können zu deinen täglichen Tätigkeiten gehören.

Deine Anstellung wirst du voraussichtlich bei den Herstellern von feinmechanischen und optischen Geräten finden, im Maschinen- und Werkzeugbau, oder in der Produktion elektrischer Mess- und Kontrollinstrumente. Aber auch die Automobilindustrie und Luft- und Raumfahrttechnik sind beliebte Arbeitgeber. Arbeiten wirst du überwiegend in Werkstätten und Fabrikhallen, am Computer oder in Messlabors.

Das sollte dich begeistern

Wichtig für den Ausbildungsberuf Feinwerkmechaniker*in ist eine sorgfältige und konzentrierte Arbeitsweise mit viel Liebe zum Detail. Wenn du dir vorstellen kannst, länger an einzelnen Kleinteilen herumzuwerkeln, sie zu messen, zu verändern, anzupassen und wieder zu messen, bis es sitzt, dann bist du hier richtig. Auch solltest du Mathematik und Geometrie mögen.  

Deine langfristigen Aussichten

Als fertige*r Feinwerkmechaniker*in hast du viele Möglichkeiten. Der Mensch wird weiterhin Maschinen brauchen und der Bedarf an passgenauen Kleinteilen wird in der Zukunft nicht sinken. Auch wenn in der Metallbranche, wie auch in vielen anderen Bereichen, in den kommenden Jahren einige Veränderungen bevorstehen – es gibt immer noch viel zu tun und vor allem der deutsche Mittelstand ist händeringend auf der Suche nach Fachkräften.

Nicht nur erwartet dich ein Einstiegsgehalt zwischen 2.600 und 3.000€ brutto, es gibt auch viele Weiterbildungen, mit denen du deinen Marktwert steigern kannst: Elektrotechnik, Spanende Metallverformung, CNC-Technik oder 3D-Druck gehören zu den angebotenen Lehrgängen. Langfristig bietet sich auch ein Meister (Industrie oder Feinwerkmechanik), ein Techniker, ein Fachwirt oder ein Ausbilderschein an.

Und zu guter Letzt kannst du auch noch studieren gehen: Mikrosystemtechnik, Maschinenbau, Mechatronik oder Systems Engineering währen mögliche Bachelorstudiengänge für dich (of Science/of Engineering).

Auf einen Blick

Berufsbezeichnung

Feinwerkmechaniker*in

Dauer der Ausbildung

3,5 Jahre

Erforderlicher Schulabschluss

Rechtlich ist kein bestimmter Abschluss vorgesehen, in der Praxis meistens Mittlere Reife.

Hilfreiches schulisches Vorwissen

Werken/Technik, Physik, Mathe

Ausbildungsvergütung

1. Lehrjahr: 700-960€
2. Lehrjahr: 770-1.000€
3. Lehrjahr: 840-1.070€
4. Lehrjahr: 910-1.1300€

Einstiegsgehalt

2.600 – 3.000€ brutto

Zum Weiterlesen

Aktuelle Praktika zum Beruf

Titel Firma Ort Ausbildung möglich
Feinwerkmechaniker/in Präzisionswerk Schnatz GmbH & Co. KG Hösbach 0
Ausbildungsplatz als Feinwerkmechaniker/in - Formenbau Fischer Werkzeugbau GmbH Rimsting 0
Praktikum zum Feinwerkmechaniker Posselt GmbH&KG Maschinen-und Gerätebau Rosenheim 0
Praktikum und Ausbildung zum Feinwerkmechaniker/in Concept-Laser GmbH Lichtenfels 0
Praktikum als Feinwerkmechaniker/in Walter Föckersperger GmbH Pauluszell 0
Praktikum als Feinwerkmechaniker/in Mitesser & Borst GmbH & Co KG Schonungen 0
Praktikum als Feinwerkmechaniker/in Weko Entgratungstechnik GmbH Faulbach 0
Praktikum als Feinwerkmechaniker/in FKW Fertigungsmaschinenbau Kilgenstein Wiesen GmbH Wiesen 0
Praktika/ Ausbildungsplatz als Feinwerkmechaniker/in Fachrichtung Maschinenbau Waidelich-mechanik GmbH Kleinheubach am Main 1
Feinwerkmechaniker/in MWF Roland Friedrich GmbH Großostheim 0
- Projektträger - SW_bbw
- Förderer - Förderer WiMi
- Hauptförderer - baymevbm
- Kooperationspartner - Kooperationspartner DEHOGA Kooperationspartner BRK Kooperationspartner ISB Kooperationspartner Dachdecker Kooperationspartner Jugendfeuerwehr
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