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Beruf es Monats Februar: Tischler*in / Schreiner*in

Ein junger Mann bearbeitet auf einer Baustelle Fensterrahmen mit einer Schleifmaschine.
Die Arbeit auf Baustellen gehört genauso zum Beruf, wie die Arbeit in der eigenen Werkstatt. Aber bitte nicht so! Lange Hose, feste Schuhe und Schutzkleidung gehören auch dazu. © Daniel Yulianto - Unsplash

"Wo Hobelspäne sind, ist alles gut. Ist ein altes Koboldsgesetz." – Pumuckl

Und wie der Meister Eder weißt auch du: mit ein bisschen Holz kann man eine Menge anstellen. Nicht nur deine Möbel sind aus Holz, auch Fenster, Türen, Ladeneinrichtungen und Messestände – um nur ein paar Möglichkeiten aufzuzählen.

Wenn du dich für die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten und Bearbeitungsweisen von Holz interessierst, ist vielleicht die Ausbildung als Schreiner*in (in Norddeutschland Tischler*in) etwas für dich. Im Artikel erfährst du mehr!

Das machst du während der Ausbildung

Die Ausbildung als Tischler*in ist eine duale Ausbildung und findet sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule statt. Das erste Jahr wirst du dabei vor allem in der Berufsschule verbringen: im sogenannten Berufsgrundschuljahr lernst du die theoretischen Grundlagen deines Berufes kennen. Ein kleines Betriebspraktikum ist allerdings auch eingeplant. Erst im zweiten und dritten Jahr deiner Ausbildung bist du so richtig im Betrieb – unterbrochen von kleinen Berufsschulblöcken.

In deinem Ausbildungsbetrieb lernst du zum Beispiel, wie man Holz bearbeitet oder wie man Holzverbindungen herstellt: von Nägeln und Schrauben über Zinken und Zapfen bis zu Federn ist alles dabei. Außerdem wird dir beigebracht, wie man neue Möbelstücke herstellt und alte Möbel restauriert. Aber auch auf Baustellen bist du am Start und verlegst zum Beispiel Holzfußböden, baust Türen oder sogar Treppen. Das ganze Drumherum darf natürlich auch nicht zu kurz kommen: Arbeitsabläufe müssen geplant werden, Arbeitsplätze hergerichtet und aufgeräumt werden. Die Anlagen und Maschinen brauchen Wartung, Pflege und Instandhaltung, außerdem musst du sie ja auch bedienen können. Hinzu kommen in deiner Ausbildung noch die Themen Kundenbetreuung und Serviceorientierung, der Umgang mit firmeninternen Kommunikationssystemen, Qualitätsmanagement, Arbeitsrecht, Gesundheitsschutz und Sicherheit.

Das machst du im Beruf

Verschiedene kleine Holzelemente wie Ringe, Blöcke und Trapeze liegen vor einem dunklen Hintergrund angeordnet
Mit viel Sorgfalt und Liebe zum Detail stellen Tischler*innen auch kleine, dekorative Holzelemente her. © Dan Christian Padure - Unsplash

Der Arbeitsablauf als Tischler*in klingt erst einmal relativ einfach: Ein Werkstück muss entworfen, gefertigt und montiert werden. Ganz so einfach ist es aber doch nicht: Vor dem Entwurf setzt du dich mit den Wünschen der Auftraggeber auseinander:

Welche Funktion soll der fertige Gegenstand haben?

Wo wird er aufgestellt?

Welche Vorstellungen gibt es bei der Farbgestaltung, der Art des Holzes und den Formen?

Mit PC-Programmen entwirfst du das Produkt, erstellst einen Kostenvoranschlag und bestellst die Materialien. Während der Fertigung kommt es auf die Sorgfalt an: du musst millimetergenau arbeiten, damit die einzelnen Teile gut aufeinanderpassen. Beim Bedienen der Maschinen ist Vorsicht geboten, damit du dir nicht aus Versehen den Finger absägst. Der Arbeitsschutz (Schutzbrille, Schutzkleidung) ist wie bei vielen anderen Handwerksberufen sehr wichtig.

Sind alle Einzelteile fertig, müssen sie geschliffen, poliert und gegebenenfalls eingelassen (mit Öl behandelt) werden, damit sie viele Jahre halten. Auch die Wahl der richtigen Verbindung ist deine Aufgabe – eine Treppe sollte nicht geleimt werden, große Bolzen an einem Nachtkästchen wirken vielleicht deplatziert.

Schließlich lieferst du den Gegenstand aus und baust ihn gegebenenfalls vor Ort ein. Bei einem begehbaren Kleiderschrank kann das schon mal ein paar Tage in Anspruch nehmen, bei einem Regal bist du schnell wieder zu Hause. Im Gegensatz zu einem Schrank aus dem Möbelhaus hast du nun ein Möbelstück gebaut, das individuell ist und viele Jahre hält. Zum Feierabend gilt es noch, die Sägespäne aus der Werkstatt zu kehren, die Maschinen auf Verschleiß zu überprüfen und den Lagerbestand zu kontrollieren.

Das sollte dich begeistern

Mit deiner Kreativität kannst du beim Design der Werkstücke punkten – Formen, Farben und … Geometrie. Womit wir auch schon bei der Mathematik gelandet wären – das richtige Möbel in den den richtigen Maßen zu schreinern, bedarf einiges an Rechnerei. Schließlich solltest du gerne mit Maschinen und Werkzeugen arbeiten und dich bestenfalls schon ein wenig damit auskennen.

Also: wenn du Werken, Technik und Mathe magst, ist schon mal vieles geklärt!

Deine langfristigen Aussichten

Mit der Ausbildung als Tischler*in stehen dir viele Möglichkeiten offen: Du kannst an Lehrgängen teilnehmen und so deine Kenntnisse z. B. im CNC-Fräsen, der Einbruchssicherung oder Montage verbessern. Aber auch schulische Weiterbildungen sind möglich: Auf der FOS/BOS kannst du dein Abitur machen, auf der Meisterschule den Meistertitel. Mit beiden Abschlüssen steht dir der Weg an die Hochschule offen: Innenausbau, Holztechnik, Innendesigner…. Die Liste der potentiellen Studiengänge ist lang. Außerdem kannst du auf der Fachakademie Staatlich geprüfte*r Raum- und Objektdesigner*in werden, oder dich auf weiteren Lehrgängen zum Techniker, als Restaurator*in oder als Fachwirt*in Handwerk weiterbilden lassen.

Als Tischler*in hast du also eine solide Ausbildung mit tollen Zukunftsperspektiven: dein Beruf wird in den nächsten Jahren nicht an Relevanz verlieren, denn Häuser und Möbel braucht der Mensch doch immer.

Ein Mensch im roten Tshirt bearbeitet ein Rundholz auf einer Drehbank mit einem Stemmeisen.
Tischler*innen arbeiten mit vielen Werkzeugen und Geräten. Hier benutzt jemand ein Stemmeisen und eine Drehbank. © Austin Ramsey - Unsplash

Auf einen Blick

Berufsbezeichnung

Tischler*in

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, kann auf 2,5 verkürzt werden

Erforderlicher Schulabschluss

Keiner vorgegeben, meistens jedoch Mittlere Reife

Schulisches Vorwissen

Mathe, Werken, Technik, Kunst

Ausbildungsvergütung

1. LJ: min 585,-€ brutto

 

2. LJ: min 690,-€ brutto

 

3. LJ: min 790,-€ brutto

Einstiegsgehalt

2.500,- € brutto

weitere Informationen

Aktuelle Praktika zum Beruf

Titel Firma Ort Ausbildung möglich
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- Projektträger - SW_bbw
- Förderer - Förderer WiMi
- Hauptförderer - baymevbm
- Kooperationspartner - Kooperationspartner DEHOGA Kooperationspartner BRK Kooperationspartner ISB Kooperationspartner Dachdecker Kooperationspartner Jugendfeuerwehr
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