5 gute Gründe für Unternehmen, ein Praktikum für Schüler anzubieten

Ein Schülerpraktikum unterstützt Schülerinnen und Schülern bei der Auswahl ihres Traumberufs und hilft ihnen dabei, sich auf die Arbeitswelt vorzubereiten. Doch auch Unternehmen profitieren davon, wenn sie ein Praktikum für Schüler anbieten. Zum einen übernehmen sie Verantwortung für junge Menschen und zum anderen leisten die Unternehmen langfristig einen Beitrag im Kampf gegen den Fachkräftemangel.

Denn schon heute leiden viele Firmen darunter: Etwa 53% geben an, dass sie finanzielle Einbußen [1] aufgrund des aktuell vorherrschenden Fachkräftemangels haben. Über die Hälfte der Betriebe möchte dem durch mehr Ausbildung entgegenwirken – dabei kann es ein erster Schritt sein, ein Praktikum für Schüler anzubieten.[2]

Vor allem im Handwerk, in der Pflege, in der Gastronomie und Hotellerie sowie in technischen Berufen fehlen viele Fachkräfte. Und wer eignet sich da besser als die Fachkräfte von morgen – Schülerinnen und Schüler, die einen ersten Blick in den Berufsalltag werfen und ihren Traumjob finden möchten.

Warum sollten Unternehmen ein Praktikum für Schüler anbieten?

Erster Grund: Sich gegenseitig intensiv kennenlernen

Ein Schülerpraktikum ist ein Instrument der Berufsausbildung und hier liegt auch der wesentliche Kern des eigentlichen Nutzens: Das Unternehmen kann bereits über das Praktikum herausfinden, ob die Schülerin oder der Schüler überhaupt als potentieller Auszubildender in Frage kommen. Denn im Praktikum lernen die Verantwortlichen den möglichen Auszubildenden intensiver kennen als bei einem Vorstellungsgespräch oder einem Probearbeitstag. Gleichzeitig sammeln die Praktikanten erste Eindrücke, ob sie sich den Job für ihr Berufsleben vorstellen können. Wenn beide Seiten zufrieden sind, warum dann im Anschluss nicht gleich über die Ausbildung sprechen?

Zweiter Grund: Eine nachhaltige Beziehung aufbauen

In einem Schülerpraktikum lernen sich beide Seiten schon sehr früh kennen. Auch im Anschluss besteht die Chance, einen Austausch zwischen Unternehmen und Schüler aufrecht zu erhalten. Das vertieft die Beziehung! Die Folge ist: Die Gefahr, dass Auszubildende später ihren Vertrag vorzeitig auflösen wird geringer und damit das Risiko, dass Unternehmen wertvolle Fachkräfte schnell wieder verlieren. 2016 sind beispielsweise 25% der geschlossenen Ausbildungsverträge vor allem aufgrund der falschen Berufswahl aufgelöst worden. [3] Deshalb ist es sinnvoll, die Beziehung zu einer guten Schülerin/ einem guten Schüler über einen längeren Zeitraum zu halten.

Dritter Grund: Den frischen Blick einsetzen

Schülerpraktikanten bedeuten für Unternehmen oft einen Mehraufwand. Wer überlegt sich die Aufgaben im Betrieb? Wer kümmert sich um den jungen Mitarbeiter? Wer hält den Austausch zur Schule? Sicher - eine Person, die diese Aufgaben erfüllt, muss es geben, wenn man nicht will, dass ein unmotivierter Jugendlicher seine Zeit im Unternehmen absitzt. Doch wenn dann eine bewusste Entscheidung für den Schülerpraktikanten gefallen ist, ergeben sich dadurch auch Chancen. Wie oft kommt es vor, dass eine 15-Jährige die eigenen Produkte, für die sie möglicherweise sogar die Zielgruppe ist, bewertet? Oder dass ein Schüler, sich die Online-Medien wie Website oder das Social-Media-Profil ansieht? Es gibt sicherlich viele Bereiche, die mit dem frischen Blick eines jungen Menschen betrachtet werden können. Denn dadurch besteht die Möglichkeit, bisherige Ansichten zu hinterfragen und vielleicht neue Ideen einzubringen.

Vierter Grund: Arbeitsrealität vermitteln und profitieren

Drei Wochen die Werkshallen kehren, wiederholende Büroarbeiten ausführen, etwa Datensätze einpflegen, oder stundenlang Werkzeuge reinigen sind nicht unbedingt Arbeiten, die sich SchülerpraktikantInnen wünschen. Und doch ist es wichtig, den jungen Menschen auch Arbeiten zu geben, die den Firmenalltag mitbestimmen. Das bedeutet nicht, dass diese Aufgaben ausschließlich ausgeführt werden müssen. Aber sicherlich gehört es auch dazu, dass etwa in einem Logistikunternehmen Waren verpackt und verschickt werden. Denn nur ein ehrlicher Arbeitsalltag zeigt den Jugendlichen, worauf sie sich später einlassen. Und natürlich kann das Unternehmen auch vom Arbeitseinsatz eines geschickten Schülerpraktikanten direkt profitieren.

Fünfter Grund: Sich für junge Menschen einsetzen

Schülerpraktikanten zu vermitteln ist eine schwierige Angelegenheit. Aber vielleicht unterschätzen viele Unternehmen sogar das Signal, das man nach innen und außen sendet, wenn sich die Verantwortlichen für Schüler entscheiden. Junge Menschen verbessern das Betriebsklima. Die Begeisterung, die einem bei guter Betreuung entgegen schlägt, macht sicherlich besondere Freude. Auch Kunden nehmen es positiv wahr, wenn man sich für den ganz jungen Nachwuchs engagiert. Und auch eine gute Beziehung zu der Schule, von der später die Auszubildenden kommen, ist bestimmt förderlich. Insgesamt kann man sagen: Sich für Schüler einzusetzen, lohnt sich!

Fazit: Praktikanten bedeuten eine Chance für das Unternehmen und für Schülerinnen und Schüler

Gerade in einer Zeit, in der Unternehmen um Nachwuchs kämpfen müssen, sind Praktikumsstellen für Schüler eine gute Möglichkeit, in einem frühen Stadium aktiv um Fachkräfte zu werben. Das bedeutet auf lange Sicht einen Mehrwert für das Unternehmen. Denn schon frühzeitig bindet man junge Menschen und kann so aktiv auf ein eigenes Netzwerk zurückgreifen. Gleichzeitig geben Unternehmen Schülerinnen und Schülern die Chance, einen Einblick in die wirkliche Arbeitswelt zu bekommen und helfen damit den Jugendlichen direkt bei ihrer Berufswahl. So wird auch in die Zukunft des Standorts Deutschland investiert und Verantwortung für den Nachwuchs übernommen.  

Sie haben sich entschieden ein Schülerpraktikum anzubieten? Sehr gut, hier kommen Sie zur Anmeldung zur Datenbank von Sprungbrett Bayern.  

[1] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/172456/umfrage/umsatzeinbussen-im-mittelstand-durch-fachkraeftemangel/

[2] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/170110/umfrage/massnahmen-gegen-fachkraeftemangel/

[3] https://www.bibb.de/dokumente/pdf/bibb_datenreport_2018.pdf

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