Ein Projekt des bbw e.V
Teenager mit roten Haaren blickt über die Schulter in die Kamera. Im Hintergrund sind drei Jugendliche zu sehen, mit dem Rücken zur Kamera.

5 unschlagbare Gründe, warum Ihr Unternehmen ein Praktikum anbieten sollte.

Ein Praktikum ist für Schüler*innen eine tolle Möglichkeit, ihren Traumberuf zu finden und ermöglicht erste Einblicke in die Arbeitswelt. Doch Unternehmen profitieren ebenfalls von der Zusammenarbeit mit Jugendlichen. Was sind also die Vorteile für ein Unternehmen, eine Praktikumsstelle anzubieten?

Fachkräftemangel adé dank Praktikum

Zu wenig qualifiziertes Personal, um offene Stellen zu besetzen: Der Fachkräftemangel ist ein akutes Problem, unter dem viele Firmen leiden. Etwa 53% verzeichnen wegen des vorherrschenden Fachkräftemangels finanzielle Einbußen und über die Hälfte der Betriebe möchte dem durch mehr Ausbildung entgegenwirken. Ein erster Schritt dahin kann sein, ein Praktikum für Schüler*innen anzubieten.

Vor allem im Handwerk, in der Pflege, in der Gastronomie und Hotellerie sowie in technischen Berufen fehlen viele Fachkräfte. Und wer eignet sich da besser als die Fachkräfte von morgen – Schüler*innen, die einen ersten Blick in den Berufsalltag werfen und ihren Traumjob finden möchten. Will Ihr Unternehmen also dem Fachkräftemangel den Kampf ansagen? Dann sind Sie mit jungen, engagierten Praktikant*innen eindeutig im Vorteil!

Jetzt aber mal Klartext: Was sind die Vorteile für ein Unternehmen? Warum sollten Unternehmen ein Praktikum für Schüler*innen anbieten? 

5 Gründe, die für ein Praktikumsangebot sprechen

1. Sich gegenseitig intensiv kennenlernen

Das Schülerpraktikum ist ein wichtiger Bestandteil der Berufsausbildung und bietet dem Unternehmen einen entscheidenden Vorteil: Es ermöglicht ihnen frühzeitig zu entscheiden, ob der Praktikant oder die Praktikantin als potenzieller Azubi in Frage kommt. Im Rahmen des Praktikums haben die Verantwortlichen die Möglichkeit, die Praktikant*innen intensiver kennenzulernen als bei einem Vorstellungsgespräch oder einem Probearbeitstag. Gleichzeitig können die Schüler*innen erste Eindrücke sammeln und herausfinden, ob sie sich den Job für ihr Berufsleben vorstellen können. Wenn beide Seiten zufrieden sind, warum dann im Anschluss nicht gleich über die Ausbildung sprechen?

2. Eine nachhaltige Beziehung aufbauen

In einem Schülerpraktikum lernen sich beide Seiten schon sehr früh kennen. Im Anschluss besteht die Chance, einen Austausch zwischen Unternehmen und Schüler*innen aufrecht zu erhalten. Das vertieft die Beziehung! Die Gefahr, dass Auszubildende später ihren Vertrag vorzeitig auflösen, wird geringer und damit sinkt das Risiko, dass Unternehmen wertvolle Fachkräfte wieder verlieren. Insgesamt wurden 2022 155.325 duale Ausbildungsverträge vorzeitig aufgelöst, das entspricht einer Quote von 29,5% und somit einem neuen Höchststand. Dem kann durch das Anbieten von Praktikumsstellen aktiv entgegengewirkt werden. Zudem haben Firmen durch eine enge Zusammenarbeit mit Schulen Zugang zu einem Pool aus engagierten und motivierten jungen Talenten, die sie direkt oder in Zukunft rekrutieren können. 

3. Ein frischer Blick sorgt für neue Perspektiven

Klar bedeutet die Betreuung von Praktikant*innen für Unternehmen einen Mehraufwand: Die Aufgaben müssen sorgfältig geplant werden, es braucht eine geeignete Ansprechperson und der Austausch mit der Schule muss aufrechterhalten werden. Entscheidet sich ein Unternehmen jedoch dafür, Praktikumsplätze anzubieten, ergeben sich dadurch auch Chancen. So gibt es viele Bereiche, die von einem frischen Blick profitieren können, wie zum Beispiel das Online-Marketing. Junge Menschen sind die Hauptzielgruppe von Social Media-Maßnahmen und so ist es nur von Vorteil für das Unternehmen, durch Praktikant*innen neue Perspektiven auf die Wahrnehmung der eigenen Darstellung zu gewinnen. Dadurch besteht die Möglichkeit, bisherige Ansichten zu hinterfragen und neue Ideen einzubringen.

4. Arbeitsrealität vermitteln und profitieren

Die Werkshallen kehren, wiederholende Büroarbeiten ausführen, Datensätze einpflegen oder stundenlang Werkzeuge reinigen sind zwar nicht die spannendsten Aufgaben und doch sind sie wichtig, um einen allumfassenden Einblick in den Berufsalltag zu bieten. Das bedeutet nicht, dass diese Aufgaben ausschließlich ausgeführt werden müssen. Aber sicherlich gehört es zum Beispiel in einem Logistikunternehmen dazu, Waren zu verpacken und zu versenden. Denn nur ein ehrlicher Arbeitsalltag zeigt den Jugendlichen, worauf sie sich später einlassen. Und natürlich kann das Unternehmen auch vom Arbeitseinsatz eines geschickten Manschens im Praktikum direkt profitieren. 

5. Soziale Verantwortung übernehmen durch Engagement für Nachwuchs

Übernimmt ein Unternehmen in Form eines Praktikums direkt Verantwortung für Jugendliche, sendet das ein wichtiges Signal: Das Unternehmen engagiert sich für die Zukunft! Dies verbessert das Image und demonstriert soziale Verantwortung. Gleichzeitig können Unternehmen den Grundstein für eine erfolgreiche Zusammenarbeit legen, die sich später in Form von hochqualifizierten und engagierten Mitarbeiter*innen auszahlt.

Jugendlicher mit Rucksack am Ausgang eines Gebäudes

Win-Win für Praktikant*innen und Unternehmen: Das Praktikum

Gerade in einer Zeit, in der Unternehmen um Nachwuchs kämpfen müssen, sind Praktikumsstellen für Schüler*innen eine gute Möglichkeit, in einem frühen Stadium aktiv um Fachkräfte zu werben. Werden junge Menschen frühzeitig eingebunden, kann später auf ein ausgeprägtes, eigenes Netzwerk zurückgegriffen werden. Gleichzeitig geben Unternehmen Schüler*innen die Chance, einen Einblick in die Realität der Arbeitswelt zu erhaschen und helfen Jugendlichen so direkt bei der Suche nach ihrem Traumberuf. So lässt sich abschließend sagen: Ein Praktikum anzubieten ist sowohl für das Unternehmen als auch die Praktikant*innen eine Win-Win-Situation, die beiden Parteien zahleiche Vorteile bringt.

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